Der Kreisausschuss des Nationalparklandkreis Birkenfeld hat sich in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich für eine finanzielle Beteiligung an der Umgestaltung des Talweiherplatzes in Birkenfeld ausgesprochen. Auf dem Areal ist inzwischen ein neuer Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) entstanden, der eine zentrale Rolle im regionalen Busverkehr spielt.
Der Landkreis beteiligt sich freiwillig mit bis zu 65.000 Euro an den Kosten der bereits abgeschlossenen Maßnahme. Damit übernimmt der Kreis 25 Prozent des verbleibenden städtischen Eigenanteils. Die Gesamtkosten für den neuen ZOB werden derzeit auf rund 1,24 Millionen Euro geschätzt. Nach Abzug der Fördermittel verbleibt für die Stadt Birkenfeld ein Eigenanteil von etwa 240.000 Euro.
Zentrale Bedeutung für den ÖPNV
Landrat Miroslaw Kowalski betonte die große Bedeutung des Standorts für den Öffentlichen Personennahverkehr, der in die Zuständigkeit des Landkreises fällt. Der Talweiherplatz sei ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Nach Angaben des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund wird der Birkenfelder ZOB täglich von mehr als 120 Bussen aus unterschiedlichen Richtungen angefahren.
In der Diskussion verwies die Kreisverwaltung zudem auf frühere Beteiligungen an vergleichbaren Projekten. So hatte sich der Landkreis bereits an der Umgestaltung des ZOB am Regionalbahnhof in Idar-Oberstein mit einem Zuschuss von 100.000 Euro beteiligt.
Weitere Beschlüsse des Kreisausschusses
Neben dem ZOB-Beschluss nahm der Kreisausschuss auch mehrere Spenden einstimmig an. Dazu zählen Zuwendungen in Höhe von insgesamt 42.500 Euro, unter anderem für das „Makerspace“-Projekt an der Berufsbildenden Schule Idar-Oberstein sowie für die Fortbildung von Pflegefamilien im Landkreis.
Im Rahmen der Sportförderung bewilligte der Kreis außerdem einen Zuschuss von 516,67 Euro für den SV 07 Bergen. Gefördert wird der Einbau eines neuen Heizkessels im Vereinsheim.
Weitere Themen der Sitzung waren eine mögliche interkommunale Zusammenarbeit zur regionalen Stromversorgung, Anpassungen bei der Kreisvolkshochschule sowie ein möglicher Widerspruch gegen eine Beanstandung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Die finalen Entscheidungen dazu sollen in der Kreistagssitzung am 9. Februar fallen.