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Bad Kreuznach: Innenstadt wird ein Jahr zur Kanalbaustelle

Kanalbaustelle Beinde Bad Kreuznach
Bild: Stadtverwaltung Bad Kreuznach

BAD KREUZNACH. Mitten in Bad Kreuznach beginnt eine Baustelle, die die Innenstadt lange beschäftigen wird. Ab Montag, 5. Oktober, erneuert die Bad Kreuznacher Stadtentwässerung die Kanäle in Beinde, Fährgasse und Geißbergergasse. Rund ein Jahr sind für die Arbeiten angesetzt. Recherchen von Rhein-Nahe-Direkt zeigen: Für das Projekt waren 640.000 Euro eingeplant. Und eigentlich sollte deutlich früher gebaut werden.

Drei Bauabschnitte bis ins Jahr 2027

Die Stadtentwässerung teilt die Arbeiten in drei Abschnitte. Zunächst wird in der Beinde zwischen Kreuzstraße und dem Bereich Fährgasse/Geißbergergasse gearbeitet. Dieser Abschnitt soll nach Angaben der Stadt bis Ende Januar 2027 abgeschlossen sein. Voraussetzung ist, dass Wetter und Bauablauf mitspielen. Danach folgen weitere Arbeiten in der Beinde zwischen Fährgasse und Mühlenstraße sowie in der Fährgasse zwischen Beinde und Mühlenstraße. Insgesamt rechnet die Stadt mit einer Bauzeit von rund einem Jahr.

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640.000 Euro waren für die Kanalerneuerung eingeplant

Die aktuelle Mitteilung der Stadt nennt keine Kosten. In früheren Unterlagen der Stadtentwässerung findet sich jedoch ein konkreter Betrag. Im Wirtschaftsplan war die Kanalerneuerung unter anderem in Beinde, Fährgasse und Geißbergergasse bereits als Investition vorgesehen. Für das Jahr 2026 waren dafür 640.000 Euro eingeplant. Dieser Betrag ist allerdings nicht mit den tatsächlichen Endkosten gleichzusetzen. Eine aktuelle Auftragssumme nennt die Stadt bislang nicht.

Eigentlich sollte die Baustelle schon im Juni beginnen

Auffällig ist auch der Zeitplan. In den Ausschreibungsunterlagen war der Beginn der Arbeiten ursprünglich für den 22. Juni 2026 vorgesehen. Tatsächlich starten die Bauarbeiten nun erst am 5. Oktober und damit mehr als drei Monate später. Warum sich der Baustart verschoben hat, geht aus den bislang veröffentlichten Unterlagen nicht hervor. Bereits Ende Mai hatte sich der Werkausschuss der Stadtentwässerung mit der Kanalerneuerung beschäftigt.

Großer Eingriff unter der Innenstadt

Der Umfang der Arbeiten erklärt, warum die Baustelle so lange dauern soll. Laut Ausschreibung fallen rund 1.670 Kubikmeter Erdaushub an. Außerdem werden knapp 300 Meter Kanalrohre verschiedener Größen verlegt. Ein erheblicher Teil der neuen Rohre hat einen Durchmesser von einem Meter. Hinzu kommen neue Schächte, Anschlüsse und Arbeiten an den Straßenflächen. Die Entwässerung wird damit nicht lediglich punktuell repariert, sondern umfangreich erneuert.

Parkhaus bleibt erreichbar

Für Autofahrer bringt bereits der erste Bauabschnitt Änderungen. Die Zu- und Ausfahrt des City-Parkhauses über die Geißbergergasse ist während dieser Arbeiten nicht möglich. Das Parkhaus bleibt aber über die Mühlenstraße erreichbar. Auch für Anlieger gelten Umleitungen. Die Verkehrsführung erfolgt von der Mühlenstraße über Fährgasse, Kirschsteinanlage und Wilhelmstraße. Prinzengasse und Riesengasse sollen weiterhin erreichbar bleiben.

In dem Viertel wurde schon vor wenigen Jahren gebaut

Für Anwohner und Gewerbetreibende ist eine größere Kanalbaustelle in diesem Teil der Innenstadt nichts Neues. Bereits 2023 begann unmittelbar angrenzend die Kanalerneuerung im Bereich Mühlenstraße und Beinde. Damals arbeitete sich eine Wanderbaustelle in mehreren Abschnitten durch das Gebiet. Anschließend wurden weitere Versorgungsleitungen und die Mühlenstraße erneuert. Die neugestaltete Straße wurde 2024 fertiggestellt. Nun folgt wenige Jahre später der nächste langwierige Tiefbaueingriff in unmittelbarer Nähe.

Wenn alles nach Plan läuft, soll die neue Kanalbaustelle im Herbst 2027 abgeschlossen sein.

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