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Bad Kreuznacher Ärztin reist nach Afghanistan

Bad Kreuznacher Ärztin reist nach Afghanistan
Symbolbild. Quelle: WikiImages

Die Bad Kreuznacher Ärztin Najiba Behmanesh reist Anfang August für zwei Wochen nach Afghanistan. Dort besucht sie die Projekte des Vereins „Afghanistan – Hilfe die ankommt e.V.“, behandelt Patienten und informiert sich über die aktuelle Lage im Land unter der Herrschaft der Taliban.

Bad Kreuznacher Ärztin reist erneut nach Afghanistan

Begleitet wird sie in diesem Jahr von der Afghanistan-Expertin Dr. Katja Mielke vom Bonn International Center for Conflict Studies (BICC). In Gesprächen und Begegnungen in der Provinz Baghlan sowie in Kabul will sie die aktuellen Entwicklungen im Land und insbesondere die Situation von Frauen unter der Taliban-Herrschaft untersuchen.

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Brunnenbau und Wasserversorgung im Fokus

Während der Reise besuchen die beiden Frauen auch Brunnenbauprojekte in der Umgebung der Stadt Pul-e-Khumri in der Provinz Baghlan. In mehreren Dörfern fehlt weiterhin eine ausreichende Trinkwasserversorgung. Kinder müssen dort häufig mehr als eine Stunde laufen, um Wasser zu holen, wodurch sie oftmals nicht zur Schule gehen können.

Durch die Auswirkungen des Klimawandels wird der Zugang zu Trinkwasser auch in Afghanistan zunehmend schwieriger. Brunnen müssen inzwischen häufig mehr als 100 Meter tief gebohrt werden.

Najiba Behmanesh möchte zudem Möglichkeiten prüfen, wie sich durch Baumpflanzungen und den Bau von Zisternen die Speicherung von Regenwasser verbessern lässt.

Unterstützung für bedürftige Familien

Der Verein unterstützt derzeit über Patenschaften 90 bedürftige Familien, in denen keine männliche Person einer Arbeit nachgehen kann und die Frauen allein für die Versorgung ihrer Kinder verantwortlich sind.

Die Familien erhalten monatliche finanzielle Unterstützung für Lebensmittel. Voraussetzung für die Hilfe ist, dass die Kinder die Schule besuchen. Während ihres Aufenthalts wird Najiba Behmanesh Gespräche mit den Familien führen und die Unterstützungsmaßnahmen an die aktuelle Situation anpassen.

Medizinische Hilfe vor Ort

Auch bei dieser Reise wird Najiba Behmanesh chronisch und akut erkrankte Menschen medizinisch versorgen, Medikamente verteilen und notwendige Behandlungen in Kliniken in Kabul organisieren. Dabei arbeitet sie häufig mit Dr. André Borsche von Interplast Germany e.V. zusammen.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.