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Erklärung von OB Emanuel Letz und dem Investor Grossmann zum Projekt „Kurmittelhaus“

Erklärung von OB Emanuel Letz und dem Investor zum Projekt „Kurmittelhaus“
Kurmittelhaus in Bad Münster am Stein

Gemeinsame Erklärung zum Kurmittelhaus Bad Münster am Stein

Das Kurmittelhaus Bad Münster am Stein steht nach dem Absprung eines Investors erneut im Fokus, und deshalb haben Oberbürgermeister Emanuel Letz und Investor Jürgen Grossmann Stellung bezogen. In einer gemeinsamen Erklärung reagieren sie auf die aktuelle Berichterstattung und ordnen den Stand des Projekts ein. Beide betonen, dass die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten sachlich und konstruktiv verlaufen sei, auch wenn nun eine Zäsur erreicht ist.

Absprung des Investors wird begründet

Die Darstellung des Projekts und unserer Zusammenarbeit in Teilen der jüngsten Berichterstattung entspricht nicht den Tatsachen. Sie wird unserer intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit der vergangenen Monate nicht gerecht“, erklären Letz und Grossmann übereinstimmend. Der Rückzug aus dem Projekt Kurmittelhaus Bad Münster am Stein habe private Gründe und sei nach reiflicher Überlegung erfolgt.

Ich habe mich nach reiflicher Überlegung und aus privaten Gründen zunächst von dem Projekt zurückgezogen“, erklärt Grossmann. Die Entwicklung historischer Bausubstanz liege ihm weiterhin am Herzen, jedoch komme für ihn ausschließlich ein Erwerb des Gebäudes in Betracht und kein Erbbaurecht.

Verkauf oder Erbbaurecht als Kernfrage

Mit dem Absprung rückt erneut die politische Grundsatzfrage in den Mittelpunkt. „An diesem Punkt sind nun Ortsbeirat und Stadtrat am Zug“, sagt Oberbürgermeister Letz. Die Verwaltung habe ihre Aufgaben erfüllt und eine professionelle Investorensuche durchgeführt, Gutachten beauftragt und eine Beschlussvorlage vorbereitet.

Bereits im August 2023 hatte die Stadtverwaltung, begleitet durch die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung, eine strukturierte Investorensuche gestartet. Von 24 angesprochenen Investoren meldete sich lediglich Jürgen Grossmann zurück, weshalb es zu intensiven Gesprächen und konkreten Vorarbeiten kam.

Umfangreiche Vorarbeit für politische Entscheidung

Zu den bisherigen Schritten gehörten Besichtigungen, Workshops, die Einbindung des Ortsbeirats Bad Münster-Ebernburg sowie juristische Prüfungen. Ein Entwurf für einen Grundsatzbeschluss zum Verkauf wurde im Dezember 2025 erstellt und im Januar 2026 erneut übermittelt.

Oberbürgermeister Letz weist den Vorwurf zurück, das Projekt sei intransparent behandelt worden. „Daher haben wir von Beginn an auf professionelle Unterstützung gesetzt, den Ortsbeirat frühzeitig und umfassend eingebunden“, erklärt er. Nun liege die Verantwortung bei den politischen Gremien.

Beide Seiten betonen, dass das Kurmittelhaus Bad Münster am Stein ein Liebhaberobjekt sei, dessen Sanierung einen erheblichen zweistelligen Millionenbetrag erfordere. Grossmann hält eine erneute Befassung für möglich, sofern sich die politischen Gremien klar für einen Verkauf entscheiden.

Erklärung hier im Original nachlesen!

Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.

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