Der Regionalwettbewerb Jugend forscht in Bad Kreuznach zeigte eindrucksvoll das Talent junger Tüftler. Insgesamt 31 Teams präsentierten ihre Projekte. Erstmals richtete die Allit AG Kunststofftechnik den Wettbewerb aus. Abends ehrte man die Sieger im Kurhaus. Nun fahren mehrere Talente aus der Region zum Landeswettbewerb.
Starke Leistungen aus Bad Kreuznach
Besonders überzeugte das Gymnasium an der Stadtmauer. Flora Weinmann (10) und Mia Becker (12) sicherten sich Platz eins. Sie entwickelten den „ECO-Ball“. Dieser Springball besteht aus Flohsamen und baut sich biologisch ab. Damit gewannen sie im Fach Biologie bei „Jugend forscht junior“.
Außerdem erreichte Isabell Simon (14) von der Hildegardisschule in Bingen einen ersten Platz. Sie entwickelte einen Glasflaschen-Sortierer. Damit überzeugte sie die Jury im Fach Technik.
Ebenso stark präsentierten sich Leo Weinand (14) und Samuel Kochan (13) aus Simmern. Die Schüler vom Herzog-Johann-Gymnasium erstellten eine 3D-Visualisierung des schuleigenen Regenwasserspeichers. Damit siegten sie im Fach Arbeitswelt.
Zweite Plätze gehen ebenfalls an das StaMa
Auch die Zweitplatzierten kommen aus Bad Kreuznach. Julia Johanna Huber (12) entwickelte „BubbleCoat“. Sie schuf eine wasserbasierte und gesündere Alternative zu herkömmlichem Nagellack. Damit setzte sie ein Zeichen für Umwelt und Gesundheit.
Samuel Jonathan Tirwa (15) und Gabriel Leiria-Roussin (16) präsentierten ihr Projekt „Ancorate“. Sie programmierten eine gerätegebundene Dateiverschlüsselung. Außerdem verfolgen sie das Ziel, eine eigene App für Privatnutzer und Unternehmen zu starten. Auch sie besuchen das Gymnasium an der Stadtmauer.
Damit zeigte die Schule starke Präsenz. Denn sie nahm als einzige Schule aus dem Kreis Bad Kreuznach teil. Gleichzeitig stellte sie gleich sechs Projekte.
Lob für Engagement und Forschergeist
Jochen Kallinowsky, Vorstand der Allit AG, zeigte sich begeistert. „Wow, was haben wir heute einen interessanten Tag erleben dürfen. Euer Wissendurst, eure Beharrlichkeit, eure Konsequenz und euer Durchhaltevermögen haben uns sehr beeindruckt“, sagte er bei der Siegerehrung.
Dr. Walther Neussel betonte ebenfalls die Bedeutung freier Wissenschaft. „Hüten wir uns vor Politikern, die über die Köpfe der Wissenschaft hinweg bestimmen und entscheiden, was die Wahrheit ist. Aber die Wahrheit liegt in dem, was ihr durch wissenschaftliche Erkenntnis feststellt und hervorbringt“, erklärte er.
Der Landeswettbewerb findet im März bei BASF in Ludwigshafen statt. Ein weiterer Termin folgt im April bei Boehringer Ingelheim. Dort vertreten die Sieger nun auch das Naheland. Damit setzt der Regionalwettbewerb Jugend forscht Bad Kreuznach ein starkes Zeichen für MINT-Förderung in der Region.