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Überfall auf Juwelier Bad Kreuznach: War es Mord? – Prozess geht weiter

Überfall auf Juwelier Bad Kreuznach: War es Mord? - Prozess geht weiter
Landgericht Bad kreuznach / Quelle: Landgericht Bad Kreuznach

Überfall auf Juwelier Bad Kreuznach: Schüsse im Verkaufsraum

Der Überfall auf Juwelier Bad Kreuznach wird am 20. Februar 2026 erneut vor dem Landgericht Bad Kreuznach verhandelt. Die 1. Strafkammer führt das Verfahren als Schwurgericht, weil es um den Vorwurf des versuchten Mordes geht.

Angeklagt ist ein 38 Jahre alter Mann aus Litauen, der nicht vorbestraft ist und sich in Untersuchungshaft befindet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor, weil er aus Habgier und zur Ermöglichung eines Raubes gehandelt haben soll. Zusätzlich steht ein versuchter besonders schwerer Raub im Raum.

Tatvorwurf aus dem Jahr 2013

Nach Anklage fasste der Angeklagte Mitte August 2013 gemeinsam mit zwei weiteren Personen den Entschluss zu einem bewaffneten Raubüberfall. Ziel war ein Juweliergeschäft in Bad Kreuznach, wobei eine scharfe Schusswaffe eingesetzt werden sollte.

Am 19. August 2013 sollen die drei Männer am Nachmittag das Geschäft betreten haben. Während einer an der Tür blieb und diese offenhielt, gingen der Angeklagte und ein Begleiter in den Verkaufsraum. Der Geschäftsinhaber hatte zuvor die Tür geöffnet. Im Inneren soll der Angeklagte eine geladene Schusswaffe, vermutlich einen Revolver, gezogen haben. Er habe den Inhaber aufgefordert, sich hinzulegen, während ein Komplize mit einer Axt die Glasscheibe der Schaufensterauslage einschlug.

Sicherheitsmann greift ein

Der bewaffnete Sicherheitsmann des Geschäfts beobachtete das Geschehen über die Videoüberwachung und begab sich in den Verkaufsraum. Dort richtete er seine Waffe auf den Angeklagten und rief: „Waffe weg“.

Laut Anklage soll der Angeklagte daraufhin seine Waffe auf den Sicherheitsmann gerichtet haben, weil er die Mitnahme von Schmuckstücken ermöglichen wollte. In Tötungsabsicht habe er zwei Schüsse abgegeben, die den Sicherheitsmann nur knapp verfehlten. Der Sicherheitsmann erwiderte das Feuer, schoss jedoch gezielt auf den Boden und in die Wandverkleidung. Der Angeklagte und seine beiden Begleiter flüchteten anschließend ohne Beute.

Der Überfall auf Juwelier Bad Kreuznach beschäftigt das Gericht seit Dezember 2025. Mehrere Verhandlungstage fanden bereits statt, und weitere Termine sind bis Ende Februar angesetzt. Am 20. Februar 2026 wird das Verfahren fortgesetzt.

Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.

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