Die Stadtverwaltung Bingen erweitert ihr digitales Serviceangebot. Auf der offiziellen Website steht ab sofort ein KI-gestützter Chatbot zur Verfügung. Der neue digitale Assistent trägt den Namen „BIN-KI“. Er unterstützt Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr bei Verwaltungsfragen.
KI unterstützt künftig das städtische Verwaltungsangebot
„Mit ,BIN-KI‘ setzen wir ein starkes Zeichen für eine moderne und bürgernahe Verwaltung. Die KI ermöglicht es uns, die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zu verbessern und deren Anliegen schneller und effizienter zu bearbeiten. Dabei ist uns wichtig, dass ,BIN-KI‘ die menschlichen Mitarbeitenden nicht ersetzt, sondern ergänzt. Natürlich werden wir die Erfahrungen entsprechend evaluieren“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Feser.
„BIN-KI“ kann unter anderem Öffnungszeiten und Kontaktdaten nennen, Auskunft zu Busfahrplänen geben, aktuelle Neuigkeiten wiedergeben oder Informationen zu Veranstaltungen für Bürgerinnen, Bürger und Gäste zusammenstellen.
Einfache Nutzung und barrierefreier Zugang
Der Chatbot ist über ein Symbol am unteren Rand der Startseite erreichbar. Nutzerinnen und Nutzer können Fragen zu typischen Verwaltungsthemen stellen, etwa zu Abgaben, Ausweisdokumenten oder Meldeangelegenheiten. Die Antworten basieren auf den offiziellen Inhalten der städtischen Website und werden direkt ausgespielt. Zusätzlich verweist „BIN-KI“ auf weiterführende Informationsquellen.

Ein besonderer Fokus soll dabei auf der Nutzerfreundlichkeit liegen. Der digitale Assistent beantwortet Anfragen in mehreren Sprachen und bietet zudem eine Funktion in einfacher Sprache. Damit soll der Zugang zu Verwaltungsinformationen auch für Menschen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen oder besonderem Unterstützungsbedarf erleichtert werden.
Datenschutz und technische Umsetzung
Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Merlin Digital Solutions GmbH. Ziel ist es, den Bürgerservice zu stärken und den Zugang zu Verwaltungsinformationen möglichst niedrigschwellig zu gestalten. Laut Geschäftsführer Tobias Bitzenbauer zeigt „BIN-KI“, wie Künstliche Intelligenz im kommunalen Alltag einen konkreten Mehrwert schaffen kann.
Großen Wert legt die Stadt Bingen auf den Datenschutz. Die Nutzung des Chatbots erfolgt DSGVO-konform, personenbezogene Daten werden nicht gespeichert. Nutzerinnen und Nutzer werden zudem ausdrücklich darauf hingewiesen, keine sensiblen Informationen wie Namen oder Adressen einzugeben.
Menschliche Beratung bleibt zentral
Oberbürgermeister Thomas Feser betont, dass „BIN-KI“ als unterstützendes Instrument gedacht ist. Die persönliche Beratung durch die Mitarbeitenden bleibt weiterhin der zentrale Bestandteil der städtischen Servicekultur.