Innenminister Michael Ebling hat für das Programmjahr 2026 landesweit 17 Kommunen als neue Schwerpunktgemeinden der Dorferneuerung anerkannt. Damit profitieren in Rheinland-Pfalz künftig insgesamt 173 Dörfer von erweiterten Fördermöglichkeiten zur Stärkung der Ortskerne und zur Weiterentwicklung des Dorflebens.
Beispiel aus der Region
Zu den neu anerkannten Schwerpunktgemeinden ab dem Programmjahr 2026 zählt unter anderem Heimbach in der Verbandsgemeinde Baumholder im Landkreis Birkenfeld. Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde gilt jeweils für einen Zeitraum von acht Jahren.
Bürgerbeteiligung als Grundlage
In allen neu anerkannten Gemeinden wurden die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden. Im Rahmen der Dorfmoderation wurden Stärken und Schwächen analysiert sowie Ideen für die Zukunft gesammelt. Diese flossen in Dorferneuerungskonzepte ein, die Ziele und konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre festlegen.
„Die Dorferneuerung lebt davon, dass die Menschen vor Ort ihr Dorf selbst mitgestalten. Die neu anerkannten Schwerpunktgemeinden haben gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern Ideen entwickelt, Ziele formuliert und einen klaren Blick auf die Zukunft ihres Dorfes gewonnen. Jetzt geht es darum, diese Ideen Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei können sich die teilnehmenden Kommunen auf die Unterstützung des Landes verlassen“, so Ebling.
Unterstützung für Ehrenamt und Kommunen
Als Schwerpunktgemeinden erhalten die Kommunen Zugang zu besonderen Förder- und Unterstützungsinstrumenten. Dazu gehört die Prozessbegleitung, die gezielt das kommunale Ehrenamt unterstützt und Ortsbürgermeisterinnen, Ortsbürgermeister sowie Gemeinderäte bei der Umsetzung der Projekte entlastet.
Förderung bis zu 20.000 Euro
Für die Prozessbegleitung stehen den Gemeinden bis zu 20.000 Euro zur Verfügung. Die fachliche Unterstützung hilft dabei, Projekte zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und Akteure vor Ort zu vernetzen. Ziel ist eine verlässliche und nachhaltige Umsetzung der geplanten Maßnahmen.
Ziel: lebendige Ortskerne
Die Dorferneuerung verfolgt das Ziel, lebendige Ortskerne zu erhalten, das soziale Miteinander zu stärken und die gewachsene Siedlungs- und Kulturlandschaft zu bewahren. Gefördert werden unter anderem Projekte der sozialen Daseinsvorsorge, Begegnungsorte sowie Maßnahmen im Klima- und Umweltschutz.
„Die Prozessbegleitung ist ein klares politisches Signal der Wertschätzung gegenüber dem kommunalen Ehrenamt. Sie stärkt die Handlungsfähigkeit der Gemeinden und unterstützt die Menschen, die sich mit großem Engagement für ihr Dorf einsetzen – von Fragen der Dorfökologie über die Energiewende und die Anpassung an den Klimawandel bis hin zur Wiederbelebung leerstehender Gebäude“, betonte Ebling.