Ein heliumgefüllter Geburtstagsballon aus Bad Kreuznach hat am Wochenende einen ungewöhnlichen Einsatz am Flughafen Stuttgart ausgelöst.
Luftballon aus Bad Kreuznach sorgt für Polizeieinsatz am Flughafen Stuttgart
Wie die Bundespolizeiinspektion Flughafen Stuttgart mitteilt, wurde der Ballon am Sonntag (15.02.2026) im Bereich der westlichen Einflugschneise entdeckt. Das Flugobjekt trug die Aufschrift „Sandra wird 50“ und hatte eine Postkarte im Anhang.
200 Kilometer durch die Luft
Nach ersten Ermittlungen war der Ballon bereits am Vortag in Rheinland-Pfalz gestartet. Auf Nachfrage von Rhein Nahe Direkt bestätigte ein Sprecher: Der Startort lag laut Grußkarte in Bad Kreuznach.
Rund 200 Kilometer legte der Ballon zurück, bevor er sich in geringer Höhe dem Flughafen Stuttgart näherte. Er überquerte einen Rollweg und kam schließlich neben einem Schneeräumfahrzeug zum Liegen.
Die Bundespolizei sicherte den Ballon umgehend und verhinderte so einen möglichen Weiterflug im sensiblen Flughafenbereich.
Gefahr für den Luftverkehr
Auch wenn es kurios klingt: Heliumballons können für den Luftverkehr problematisch sein. Gerade in Einflugschneisen und im Bereich von Rollwegen besteht die Gefahr, dass startende oder landende Maschinen beeinträchtigt werden. Da es sich im aktuellen Fall aber nicht um Vorsatz handelte, hat das Geburtstagskind wohl keine Konsequenzen zu fürchten.
Verletzte oder Schäden gab es nicht. Die am Ballon befestigte Karte geht nun – inklusive Glückwünschen der Bundespolizei – zurück nach Bad Kreuznach.
Für „Sandra“ dürfte es jedenfalls ein Geburtstag mit besonders weiter Reichweite gewesen sein.