Das kulturelle Erbe der Stadt Idar-Oberstein ist nicht mehr nur digital zugänglich, sondern kann nun auch direkt im Rathaus entdeckt werden. Ergänzend zu den Online-Inhalten des Projekts KuLaDig-RLP wurde im Foyer der Stadtverwaltung eine eigene Informationsvitrine eingerichtet.
Von der digitalen Plattform in den öffentlichen Raum
Seit 2022 gehört Idar-Oberstein zu den Modellkommunen von KuLaDig-RLP. Ziel des Projekts ist es, Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz digital zu erfassen und multimedial aufzubereiten. Nun wird dieses digitale Angebot durch eine analoge Präsentation ergänzt. Das macht das Projekt für Besucherinnen und Besucher vor Ort greifbar.
Die von Stadtarchivarin Dr. Svenja Müller gestaltete Vitrine informiert anschaulich über KuLaDig und zeigt originale Exponate aus der Geschichte der Edelstein- und Schmuckstadt.
Historische Originale aus der Idarer Gewerbehalle
In der Vitrine sind unter anderem ein originales Fremdenbuch der Idarer Gewerbehalle aus den Jahren 1909 bis 1917 sowie ein Verkaufstagebuch aus den Jahren 1910 bis 1912 zu sehen. In der Ausstellung sind historische Fotografien und aktuelle Aufnahmen aus Idar und Oberstein zu sehen. Des Weiteren sieht man einen Film aus den 1920er Jahren.
Die Exponate verdeutlichen die Bedeutung der Gewerbehalle als einstiges Aushängeschild der Edelstein- und Schmuckindustrie und schlagen eine Brücke zwischen digitaler Dokumentation und realer Geschichte.
Digitale Inhalte bleiben zentraler Bestandteil
Parallel zur Ausstellung sind die Inhalte weiterhin online abrufbar. Unter dem Thema „Edelstein- und Schmuckmetropole Idar-Oberstein“ finden sich auf der KuLaDig-Plattform Beiträge zur Stadtgeschichte und zur Edelsteinverarbeitung. Des weiteren auch zu Museen, historischen Schleifen und Industriedenkmälern wie der Jakob-Bengel-Manufaktur.
Die Beiträge entstanden in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Koblenz, lokalen Akteuren sowie dem Stadtarchiv.
Lob für Verbindung von digital und analog
Gemeinsam mit Dr. Svenja Müller besichtigte Oberbürgermeister Frank Frühauf die neue Vitrine. Er betonte, dass Idar-Oberstein damit ein Paradebeispiel dafür sei, wie Industriegeschichte nicht nur digital, sondern auch im öffentlichen Raum anschaulich vermittelt werden könne.