Mehr Geld für Landkreise und Städte
Alle 24 Landkreise sowie die zwölf kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz setzen das Programm Gemeindeschwesterplus um. Insgesamt stellt das Land dafür in diesem Jahr rund 3,8 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Erhöhung reagiert das Land nach eigenen Angaben auf gestiegene Kosten und die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst.
Förderung künftig an Tarifentwicklung gekoppelt
Nach Angaben des Ministeriums berücksichtigt die neue Fördersumme unter anderem die Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst von 2,8 Prozent. Ab dem Jahr 2026 soll der Förderbetrag automatisch an weitere Tarifentwicklungen angepasst werden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass in der jeweiligen Kommune mindestens eineinhalb Vollzeitstellen für Gemeindeschwesterplus besetzt sind.
Unterstützung für ältere Menschen
Das Angebot Gemeindeschwesterplus richtet sich an ältere Menschen, die noch keinen Pflegebedarf haben, aber Unterstützung und Beratung wünschen. Die Fachkräfte besuchen die Seniorinnen und Senioren nach vorheriger Zustimmung zu Hause und beraten kostenlos und individuell, etwa zu sozialen Kontakten, Mobilität, Wohnsituation oder Angeboten in der Nähe.
Gemeindeschwesterplus im Kreis Bad Kreuznach
Auch der Kreis Bad Kreuznach beteiligt sich am Landesprogramm. Anfang Januar 2025 hat dort Daniela Köhler ihre Tätigkeit als erste Gemeindeschwesterplus aufgenommen. Seitdem unterstützt sie Menschen ab etwa 80 Jahren dabei, möglichst lange selbstständig in der eigenen Wohnung oder im vertrauten Umfeld leben zu können.
Beratung und Vernetzung im Alltag
Im Mittelpunkt stehen dabei Hausbesuche sowie Gespräche über Alltagsorganisation, soziale Teilhabe und Möglichkeiten, Vereinsamung vorzubeugen. Zudem vermittelt die Gemeindeschwesterplus wohnortnahe Angebote und hilft, passende Unterstützungsstrukturen in der Region zu finden.