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Fliegerbombe in Mainz gesichert und abtransportiert

Fliegerbombe in Mainz gesichert und abtransportiert
Symbolbild

Fund auf Firmengelände in Mombach

Auf einer Baustelle in Mainz ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Fundort lag im Stadtteil Mombach. Die Fliegerbombe wurde auf einem Firmengelände in der Rheinallee nahe des Industriehafens gefunden. Die Feuerwehr wurde alarmiert und der Kampfmittelräumdienst übernahm die erste Einschätzung. Zunächst bestand Unsicherheit, weil der Sprengkörper stark beschädigt war, und ein Abtransport nicht möglich erschien.

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Begutachtung durch Kampfmittelräumdienst

Am Dienstagmorgen nahmen Fachkräfte den Blindgänger erneut in Augenschein. Nach Angaben der Feuerwehr stellte sich heraus, dass die Bombe keinen Zünder mehr hatte. Deshalb bestand keine Explosionsgefahr, obwohl der Zustand des Sprengkörpers zunächst problematisch wirkte. Es handelte sich um eine amerikanische Splitterbombe mit einem Gewicht von rund 130 Kilogramm.

Sperrungen und Evakuierungen

Während der Arbeiten wurde das betroffene Firmengelände abgesperrt. Ein angrenzendes Firmengebäude wurde geräumt. und ein Dutzend Mitarbeiter vorzeitig in den Feierabend geschickt, weil die Sicherheitslage unklar war. Außerdem wurde ein nahegelegener Rad- und Fußweg gesperrt, damit der Einsatz ohne Risiko durchgeführt werden konnte. Wohngebäude waren von den Maßnahmen nicht betroffen, was die Feuerwehr ausdrücklich mitteilte.

Abtransport und Entsorgung

Nach der erfolgreichen Sicherung wurde die Fliegerbombe abtransportiert. Sämtliche Sperrmaßnahmen konnten aufgehoben werden. Der Blindgänger befindet sich nun auf dem Gelände des Kampfmittelräumdienstes. Dort soll die Weltkriegsbombe in einer Munitionsentsorgungsanlage fachgerecht entsorgt werden. Die Feuerwehr betonte, dass von dem Fundort keine Gefahr mehr ausgehe und der normale Betrieb in dem betroffenen Bereich wieder aufgenommen werden kann.

In Mainz werden bei Bauarbeiten immer wieder Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, weil große Teile der Stadt damals bombardiert wurden. Die Einsätze folgen festen Sicherheitsabläufen von Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst.

Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.