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Kreisverwaltung macht seelische Gesundheit zum Thema

Christian Schaller (Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.), Stephanie Conrad-Eß (Koordinierungsstelle Gemeindepsychiatrie Gesundheitsamt Kreisverwaltung), Oliver Kohl (Erster Kreisbeigeordneter), Petra Förster (ViTal, Verein für Integration und Teilhabe am Leben e.V., Integrationsfachdienst Rheinhessen-Nahe - Berufsbegleitender Dienst) beim Tag der seelischen Gesundheit
Christian Schaller (Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.), Stephanie Conrad-Eß (Koordinierungsstelle Gemeindepsychiatrie Gesundheitsamt Kreisverwaltung), Oliver Kohl (Erster Kreisbeigeordneter), Petra Förster (ViTal, Verein für Integration und Teilhabe am Leben e.V., Integrationsfachdienst Rheinhessen-Nahe - Berufsbegleitender Dienst) beim Tag der seelischen Gesundheit. Bild: Simone Mager

Im September hat in der Kreisverwaltung Bad Kreuznach der Tag der seelischen Gesundheit stattgefunden. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie und wo Menschen bei psychischen Belastungen geeignete Unterstützung finden können.

Große Resonanz beim Tag der seelischen Gesundheit

Bei der offiziellen Begrüßung dankte der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Kohl (SPD) den beteiligten Institutionen für die Vorstellung ihrer Beratungsangebote. „Aktionstage wie diese sind wichtige Wegweiser. Sie zeigen Menschen mit seelischen Belastungen, dass sie nicht allein sind und wo sie kompetente Unterstützung finden. Nur wenn wir offen über psychische Gesundheit sprechen, nehmen wir Betroffenen die Scheu, sich Hilfe zu holen und genau das wollen wir mit solchen Angeboten erreichen“, so Kohl.

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Fachstellen informierten über Hilfsangebote

Ab 10 Uhr stellten verschiedene regionale Einrichtungen ihre Angebote vor. Dazu gehörte unter anderem der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung. Die Fachstellen informierten über Unterstützungsmöglichkeiten rund um das Thema seelische Gesundheit und präsentierten dazu Fachbeiträge.

Anschließend konnten die Besucher bei einem Mitmachprogramm direkt mit den Fachstellen ins Gespräch kommen. Beim „Markt der Möglichkeiten“ bestand außerdem die Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmern zu vernetzen.

Die Koordinierungsstelle für Gemeindepsychiatrie am Gesundheitsamt zog anschließend eine positive Bilanz. Über den gesamten Tag hinweg war die Teilnehmerzahl erfreulich hoch. Auch der Große Sitzungssaal der Kreisverwaltung war gut gefüllt. Besonders positiv bewerteten die Teilnehmer die informativen Präsentationen und die Möglichkeit, anschließend mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

Europäischer Depressionstag am 4. Oktober

Mit dem Rückblick auf den Aktionstag verbindet das Gesundheitsamt einen Ausblick auf den Europäischen Depressionstag 2026 am 4. Oktober. Der Aktionstag soll auf die häufig unterschätzte psychische Erkrankung aufmerksam machen und das Thema stärker in die Öffentlichkeit rücken.

Nach Angaben der Kreisverwaltung weiß ein großer Teil der Bevölkerung nicht genau, was eine Depression ausmacht. Gleichzeitig erkrankt etwa jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens an einer Depression. Der Aktionstag soll dazu beitragen, das Thema aus der Tabuzone zu holen sowie Akzeptanz und Verständnis für die Erkrankung zu fördern.

Im Landkreis Bad Kreuznach waren laut Statistischem Landesamt im Jahr 2024 rund 2.300 Menschen aufgrund einer Diagnose im Zusammenhang mit Depressionen vermindert erwerbstätig. Im Jahr 2022 lag der Anteil der Bevölkerung mit Depressionen im Landkreis nach Angaben der Kreisverwaltung bei rund 12,56 Prozent und damit im bundesweiten Durchschnitt. Das entsprach etwa 20.000 Betroffenen.

Weitere Informationen zum Europäischen Depressionstag und zur Woche der seelischen Gesundheit sowie zu Unterstützungsangeboten sind über die genannten Informationsportale erhältlich.

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