Bei der Veranstaltung „Pflege daheim – nicht allein“ hat der Landkreis Mainz-Bingen über Beratung, Entlastung und Unterstützung für pflegende Angehörige informiert.
Zum Europäischen Tag der pflegenden Angehörigen hat der Landkreis Mainz-Bingen mit der Veranstaltung „Pflege daheim – nicht allein“ Betroffene und Interessierte zusammengebracht. Dabei ging es um die Frage, wie sich Pflege zu Hause organisieren lässt und welche Hilfen Angehörige nutzen können. Nach Angaben des Landkreises pflegen in Mainz-Bingen rund 4.500 Menschen einen Angehörigen allein.
Beratung und Austausch im Mittelpunkt
Organisiert wurde die Veranstaltung von Lena Neuberger, Fachbereichsleiterin Soziale Sonderaufgaben. Ziel war es, auf Hilfsangebote vor Ort aufmerksam zu machen und zugleich Raum für Gespräche zu schaffen. „Pflege findet häufig ganz selbstverständlich im familiären Alltag statt. Dabei leisten Angehörige enorm viel – körperlich, emotional und organisatorisch“, sagte Neuberger. Auch Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn hob die Belastung pflegender Angehöriger hervor. Deshalb sei es wichtig, den Zugang zu Beratung und praktischer Unterstützung zu erleichtern.
Vorträge zu Pflege und Wohnen
Nach der Eröffnung durch Schultheiß-Lehn folgten zwei Vorträge. Waltraud Klein vom Verein Wir pflegen RLP sprach über die Situation pflegender Angehöriger. Anschließend informierte Susanne Gambla über barrierefreies und altersgerechtes Wohnen. Dabei ging es auch um Möglichkeiten, das eigene Zuhause an veränderte Bedürfnisse anzupassen.
Fachleute sprechen über Unterstützung
Bei einem Podiumsgespräch tauschten sich Vertreter verschiedener Einrichtungen über Herausforderungen und Hilfsangebote aus. Mit dabei waren Christine Rippe und Jenny Frank von der Spezialisierten Ambulanten Palliativ-Versorgung, Reiner Wissel vom Netzwerk Demenz und den Pflegestützpunkten sowie Dennis Merks von der Rheinhessen-Fachklinik Alzey. Außerdem beteiligten sich Holger Marx von der Betreuungsbehörde der Kreisverwaltung und Michael Gutendorf vom Heilig-Geist-Hospital Bingen.
Einrichtungen stellen Angebote vor
Beim „Markt der Möglichkeiten“ konnten sich die Besucher über konkrete Unterstützungsangebote informieren. Vertreten waren unter anderem die Malteser, die Landesberatungsstelle Barrierefreies Wohnen und das Heilig-Geist-Hospital Bingen. Auch das Seniorenbüro Ingelheim, das Netzwerk Demenz, der Pflegestützpunkt sowie verschiedene Fachstellen und Gruppen stellten ihre Angebote vor. Der Europäische Tag der pflegenden Angehörigen macht auf Menschen aufmerksam, die Familienmitglieder, Freunde oder andere nahestehende Personen zu Hause versorgen. Unterstützung kann nach Angaben des Landkreises unter anderem durch Beratung, praktische Hilfen, Veränderungen im Wohnumfeld oder den Austausch mit anderen Betroffenen erfolgen.
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