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Stadtrat macht Weg für neuen Schulhof in Algenrodt frei

Bild: Stadt Idar-Oberstein

Der Außenbereich der Grundschule Algenrodt kann umfassend neugestaltet werden. Der Idar-Obersteiner Stadtrat hat die Vergabe der Bauleistungen gestern einstimmig beschlossen. Den Auftrag erhält die Firma Gesellchen aus Illingen zum Preis von 872.303,65 Euro. Die vollständige Umsetzung ist für das kommende Jahr vorgesehen. Dazu gehören neue Sport-, Spiel- und Erholungsflächen und ein Parkplatz für die Mitarbeiter der Schule.

Sportanlage mit Rundlaufstrecke wird erneuert

Das Gelände besteht künftig aus drei Ebenen mit unterschiedlichen Nutzungen. Die obere Ebene bleibt dem Schulsport vorbehalten. Die vorhandene Tennenanlage wird saniert und aufbereitet. Der Plan sieht integrierte Kurzstreckenbahnen und eine 200 Meter lange Rundlaufstrecke vor. Die bisherige Weitsprunggrube wird erneuert und zu einer Doppelweitsprunggrube ausgebaut. Zusätzlich soll ausreichend Platz für Ballwurfdisziplinen entstehen. Außerdem will die Stadt Teile der Fläche entsiegeln und begrünen.

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Kleinspielfeld und Ruhebereich auf mittlerer Ebene

Auf der mittleren Ebene entsteht ein Parkplatz mit 16 Stellplätzen für die Mitarbeiter. Die Zufahrt vom Wendehammer Heidenwäldchen erfolgt dann über eine Schrankenanlage. Daneben entsteht ein Kleinspielfeld für Fußball und Handball. Ein Ballfangzaun wird das Spielfeld von den Parkplätzen trennen. Ergänzt wird der Bereich durch eine begrünte Ruhe- und Chillfläche mit Sitzelementen.

Neue Spielgeräte und Schulgarten

Die untere Ebene wird zum größten Teil entsiegelt und als Spielfläche angelegt. Geplant sind ein Kombinationsspielgerät, eine Nestschaukel und eine Sechseckschaukel. Der bereits vorhandene Drehring wird in die Neugestaltung integriert. Außerdem soll auf dieser Ebene ein Schulgarten entstehen.

Erneuerung bereits seit 2019 diskutiert

Die notwendige Sanierung des Außengeländes ist bereits seit 2019 Thema. Wegen fehlender Haushaltsmittel hat der Stadtrat das Vorhaben jedoch mehrfach verschoben. Der Zustand und die Ausstattung der bisherigen Anlage entsprechen nicht mehr den Anforderungen an den Außenbereich einer Ganztagsschule. Deshalb wurden gemeinsam mit Schulträger, Schulleitung und Elternvertretung die Anforderungen an die neue Fläche erarbeitet. Oberbürgermeister Frank Frühauf begrüßte die einstimmige Entscheidung. Investitionen in Kinder seien besonders wichtig. Durch den künftigen Anspruch auf eine Nachmittagsbetreuung müsse auch der Außenbereich den Anforderungen des Ganztagsbetriebs entsprechen.

Kosten deutlich höher als ursprünglich berechnet

Die ursprüngliche Kostenberechnung aus der Entwurfsplanung lag bei rund 665.000 Euro. Für das laufende Haushaltsjahr waren inzwischen 765.000 Euro eingeplant. Bei der öffentlichen Ausschreibung beteiligten sich zwölf Unternehmen. Zur Angebotseröffnung lagen drei Angebote vor. Das wirtschaftlichste Angebot der Firma Gesellchen aus Illingen beläuft sich auf rund 872.000 Euro. Damit fehlen gegenüber dem bisherigen Haushaltsansatz gut 107.000 Euro. Gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnung beträgt die Steigerung rund 207.000 Euro. Die Stadt führt dies auf gestiegene Material- und Energiepreise infolge globaler Krisen zurück.

Förderung von 70 Prozent vorgesehen

Die Maßnahme wurde in die Förderkulisse des Ganztagsförderungsgesetzes aufgenommen und soll mit 70 Prozent bezuschusst werden. Für das konkrete Vorhaben ist jedoch noch ein eigener Förderantrag notwendig. Frühauf betonte, dass die Stadt finanziell auf Förderprogramme angewiesen sei. Durch die Förderung könne das Außengelände nun gemeinsam mit den Beteiligten so gestaltet werden, dass es den Kindern und dem Ganztagsbetrieb bestmöglich dient.

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