Der Landkreis Mainz-Bingen wird zwei neue weiterführende Schulen bei der Aufsichtsbehörde ADD beantragen. Die Kreisverwaltung plant ein neues Gymnasium in Stadecken-Elsheim sowie eine Integrierte Gesamtschule im südlichen Landkreis. Der Kreistag folgte damit einer Empfehlung des Schulträger- und Kreisausschusses und verabschiedete den fortgeschriebenen Schulentwicklungsplan.
Landkreis Mainz-Bingen beantragt zwei neue Schulen
Das geplante Gymnasium soll in Stadecken-Elsheim entstehen und damit zentral zwischen Nieder-Olm und Ingelheim liegen. Ziel sei es, die bestehenden Gymnasien in beiden Städten spürbar zu entlasten und ihnen langfristig eine Perspektive mit geringeren Schülerzahlen zu geben. Die Standortfrage für die neue IGS ist noch offen. Die Verbandsgemeinden Bodenheim oder Rhein-Selz werden in Betracht gezogen. Voraussetzung war, dass bestehende Schulen dadurch nicht gefährdet werden.
„Einen geeigneten Standort müssen wir in Absprache mit den Kommunen noch suchen“, sagte der für den Bereich Schulbau zuständige Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf.
Landkreis Mainz-Bingen beantragt Gymnasium und IGS
Der jetzt fortgeschriebene Schulentwicklungsplan gilt bis 2031 und bildet die Grundlage für die zukünftige Schulplanung im Landkreis. Er basiert auf aktuellen und prognostizierten Schülerzahlen, tatsächlichen Anmeldungen sowie intensiven Abstimmungen mit Schulen, Kommunen, Aufsichtsbehörden und dem Bildungsministerium.
Die Fortschreibung zeige, dass die Kapazitäten insbesondere bei den Gymnasien mittel- und langfristig nicht ausreichen werden. Zusätzlich wurde ein weiterer Bedarf für eine IGS im südlichen Landkreis festgestellt, um den hohen Anmeldezahlen gerecht zu werden.
„Wir müssen Jahr für Jahr viele Kinder ablehnen, die sich auf unseren bereits bestehenden IGSen anmelden. Dem wollen wir mit diesem zusätzlichen Angebot entgegenwirken“, erläuterte Landrat Thomas Barth.
Handlungsbedarf im Förderschulbereich
Auch im Förderschulbereich ist weiterer Handlungsbedarf erkennbar. Mehrere Standorte erreichten ihre Kapazitätsgrenzen, insbesondere im Bereich der ganzheitlichen Entwicklung. Der Schulentwicklungsplan empfiehlt daher eine stärkere Regionalisierung, die Angliederung dieses Förderschwerpunkts an Schulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ sowie weitere organisatorische und räumliche Veränderungen.