Gewerbeflächenentwicklung: Rheinland-Pfalz setzt neue Akzente bei der langfristigen Sicherung von Gewerbe- und Industrieflächen. Mit dem Turboflächen-Projekt, verfolgt das Land das Ziel, wirtschaftliche Entwicklung frühzeitig vorzubereiten und verlässliche Perspektiven für Kommunen und Investoren zu schaffen. Ein zentraler Meilenstein ist nun erreicht: Für 13 ausgewählte Standorte liegen abgeschlossene Machbarkeitsstudien vor, die jeweils eine positive Entwicklungsperspektive bescheinigen. Die Ergebnisse sollen den beteiligten Kommunen bis Ende Januar 2026 zur Verfügung stehen.
Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenstaatssekretärs Daniel Stich bildet das Projekt die Grundlage für eine vorausschauende und verlässliche Gewerbeflächenpolitik im ganzen Land. Nach Abschluss der Analysephase stehe nun die konkrete Weiterentwicklung der identifizierten Potenziale im Fokus. Gemeinsam mit den Kommunen und unter enger fachlicher Begleitung. Transparente Verfahren und belastbare Entscheidungen vor Ort seien dabei zentrale Elemente, um Planungssicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten.
Start der Anentwicklung ab 2026
Mit Beginn des Jahres 2026 ist die nächste Phase angelaufen: die sogenannte Anentwicklung der Flächen. Dabei werden die einzelnen Standorte weiterhin individuell betreut. Die fachliche Begleitung erfolgt durch das Innenministerium, das Wirtschaftsministerium sowie durch externe Planungs- und Fachbüros. Ziel ist es, bestehende Potenziale gezielt zu heben, Investitionshemmnisse abzubauen und wirtschaftliches Wachstum sowohl zügig als auch nachhaltig zu ermöglichen. Die strukturierte Unterstützung soll Kommunen, Unternehmen und weiteren Akteuren eine verlässliche Entscheidungsgrundlage bieten.
Auch aus Sicht des Wirtschaftsministeriums ist der Ansatz entscheidend. Staatssekretärin Petra Dick-Walther betonte, dass Gewerbe- und Industrieflächen die Basis jeder wirtschaftlichen Entwicklung seien, ihre Planung jedoch viele Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen stelle. Mit der Turboflächen-Initiative bringe das Land frühzeitig alle relevanten Akteure an einen Tisch, beschleunige Abläufe und unterstütze die Kommunen, ohne deren Planungshoheit einzuschränken. So könnten Projekte schneller realisiert werden, statt an Flächenmangel oder langwierigen Verfahren zu scheitern.
Weitere Unterstützung für Kommunen geplant
Über das laufende Projekt hinaus plant das Land einen zusätzlichen Schritt. Wie Ministerpräsident Alexander Schweitzer angekündigt hat, soll es im Jahr 2026 eine landesweite Abfrage geben. Städte und Gemeinden sollen dabei große, gut angebundene Gewerbeflächen melden können, die für die Neuaufstellung des Landesentwicklungsprogramms relevant sind. Ziel ist es, diese Flächen planerisch zu sichern und langfristig für eine wirtschaftliche Nutzung weiterzuentwickeln.
Mit dem Turboflächen-Projekt und den ergänzenden Maßnahmen verfolgt Rheinland-Pfalz einen klaren Kurs: wirtschaftliche Entwicklung soll aktiv vorbereitet, regional ausgewogen gestaltet und zugleich verlässlich planbar gemacht werden.