Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland, der unteranderem eine Filiale in Bad Kreuznach betreibt, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz betreibt bundesweit zahlreiche Filialen und gehört seit Jahrzehnten zu den bekannten Anbietern von Spielwaren, Bastelartikeln und Geschenkideen für Kinder und Familien.
Eigenverwaltung soll Sanierung ermöglichen
Mit dem Schritt in die Eigenverwaltung will Rofu Kinderland den Geschäftsbetrieb fortführen und gleichzeitig Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung umsetzen. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und verantwortet den Sanierungsprozess selbst. Begleitet wird dieser von externen Fachleuten sowie einem gerichtlich bestellten Sachwalter, der die Interessen der Gläubiger überwacht.
Filialen bleiben vorerst geöffnet
Nach Angaben des Unternehmens läuft der Betrieb weiter. Die Filialen bleiben geöffnet, auch der Onlinehandel wird fortgeführt. Für Kundinnen und Kunden ergeben sich zunächst keine Änderungen im Tagesgeschäft.
Beschäftigte zunächst abgesichert
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringt das Verfahren vorerst keine unmittelbaren Einschnitte. Die Löhne und Gehälter sind für einen begrenzten Zeitraum durch das Insolvenzgeld gesichert. Wie es darüber hinaus weitergeht, hängt vom Verlauf des Sanierungsprozesses ab.
Gründe für die wirtschaftliche Schieflage
Als Ursachen für die angespannte wirtschaftliche Lage nennt das Unternehmen unter anderem eine zurückhaltende Konsumstimmung sowie gestiegene Kosten. Zusätzlich steht der stationäre Spielwarenhandel seit Jahren unter starkem Wettbewerbsdruck, insbesondere durch den Onlinehandel und verändertes Kaufverhalten.
Ziel: langfristige Stabilisierung des Unternehmens
Im Rahmen der Eigenverwaltung wird nun dafür gesorgt, Strukturen zu prüfen und anzupassen. Ziel ist es, den Betrieb langfristig zu sichern und die Marktposition von Rofu Kinderland zu stabilisieren. Wie sich das Verfahren entwickelt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.