Der Warnstreik im öffentlichen Dienst der Länder setzt sich fort. Hintergrund ist die aus Sicht der Gewerkschaften unzureichende Haltung der Arbeitgeberseite in der zweiten Verhandlungsrunde. Um den Druck vor der dritten Tarifrunde zu erhöhen, riefen die Gewerkschaften zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Zum Streik aufgerufen hatten die GEW, verd.i, die Gewerkschaft der Polizei und die IG Bau.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam angesetzt. Die Gewerkschaften machen deutlich, dass sie dort ein spürbares Ergebnis erwarten.
Zentrale Forderungen der Beschäftigten
Gemeinsam mit weiteren DGB-Gewerkschaften gingen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder auf die Straße. Im Mittelpunkt stehen mehrere zentrale Forderungen. Dazu gehören sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Außerdem fordern die Gewerkschaften 200 Euro mehr im Monat für Auszubildende und Praktikanten.
Darüber hinaus verlangen sie eine Weiterentwicklung der Entgeltordnung für Lehrkräfte sowie einen eigenen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.
Demonstration und Kundgebung in Mainz
Der Streiktag begann am Morgen mit dem Eintreffen der Teilnehmenden im Streikbüro in Mainz. Von dort aus zog ein Demonstrationszug durch die Mainzer Innenstadt. Anschließend fand eine Kundgebung auf dem Ernst-Ludwig-Platz statt. Dort gab es Redebeiträge und Musik.
Nach Angaben der Gewerkschaften beteiligten sich rund 1.500 Beschäftigte an Warnstreik und Kundgebung.
Beschäftigte aus mehreren Regionen beteiligt
Laut der Vorsitzenden Kathrin Gröning kamen die Streikenden nicht nur aus Mainz, sondern auch aus den Kreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Birkenfeld. Mit der Aktion wollten sie ein klares Signal an die Arbeitgeberseite senden und ihre Erwartungen an die kommende Verhandlungsrunde unterstreichen.