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Galeria beantragt erneut Insolvenzverfahren

Galeria-Aus in Bad Kreuznach? Ministerin schaltet sich ein
Quelle: Rhein Nahe Direkt / Daniel Schneider

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Für das Unternehmen soll der Antrag den rechtlichen Rahmen schaffen, um die aktuelle Lage zu ordnen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine langfristige Zukunft zu schaffen.

Zu den Hintergründen machte Galeria zunächst keine Angaben. Das Unternehmen kündigte jedoch an, zeitnah über die weitere Entwicklung zu informieren.

Filialen bleiben vorerst geöffnet

Der Geschäftsbetrieb soll nach Angaben des Unternehmens zunächst weiterlaufen. Galeria betreibt derzeit noch 83 Filialen.

Für die rund 12.000 Beschäftigten sorgt der Insolvenzantrag dennoch für neue Unsicherheit. Noch ist offen, ob sie Insolvenzgeld erhalten und ob weitere Standorte schließen müssen. Auch die Zukunft einzelner Filialen bleibt damit unklar.

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Vierter Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren

Galeria hat seit 2020 bereits mehrfach Insolvenz beantragt. Nach 2020, 2022 und 2024 handelt es sich nun um den vierten Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren.

Infolge der vergangenen Insolvenzverfahren schloss die Warenhauskette zahlreiche Standorte. Die Gläubiger verzichteten zudem auf Milliardenforderungen, um dem Unternehmen einen Neustart zu ermöglichen.

Der bislang letzte Antrag erfolgte vor rund zweieinhalb Jahren – damals noch unter dem Namen Galeria Karstadt Kaufhof. Auslöser war die Krise des damaligen Mutterkonzerns Signa.

Umsatz deutlich zurückgegangen

Nach Angaben des Handelsforschungsinstituts EHI sind die Umsätze von Galeria in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. 2019 erzielte Galeria Karstadt Kaufhof demnach mit 174 Filialen einen Nettoumsatz von 4,5 Milliarden Euro.

Sechs Jahre später setzte das Unternehmen laut EHI mit weniger als der Hälfte der Standorte noch rund zwei Milliarden Euro um. Die Warenhauskette steht damit erneut vor der Aufgabe, ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

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