Inn den Landkreisen Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach soll ab Sommer 2027 eine gemeinsame Ersthelfer-App eingesetzt werden. Freiwillige Ersthelfer sollen damit bei Herz-Kreislauf-Stillständen schneller alarmiert werden können.
Über die App können registrierte Ersthelfer in Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach alarmiert werden, wenn es in ihrer Nähe zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt. Sie sollen möglichst schon vor dem Rettungsdienst am Einsatzort sein und dort mit der Wiederbelebung beginnen. Der Rettungsdienst wird gleichzeitig weiterhin regulär über die Leitstelle alarmiert. Die App soll ihn nicht ersetzen, sondern die Zeit bis zu seinem Eintreffen überbrücken.
Registrierung ab 18 Jahren möglich
Registrieren können sich Erwachsene, deren Erste-Hilfe-Kurs nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Um ein möglichst großes Netzwerk aufzubauen, arbeitet die Rettungsdienstbehörde unter anderem mit Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Kliniken und Ärztezentren zusammen. Auch Menschen mit medizinischer Ausbildung oder Einsatzerfahrung sowie betriebliche Ersthelfer sollen angesprochen werden.
Land fördert Projekt mit 370.000 Euro
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das gemeinsame Projekt mit 370.000 Euro. Die beteiligten Landkreise haben der Einführung bereits zugestimmt. Landrätin Bettina Dickes erklärte für den Kreis Bad Kreuznach, dass gerade in einem Flächenlandkreis jede Minute zähle. Ersthelfer könnten wertvolle Zeit überbrücken, bis professionelle Hilfe eintrifft. Auch der Landkreis Alzey-Worms hebt hervor, dass die App helfen soll, geschulte Helfer in unmittelbarer Nähe schneller zu alarmieren.
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