Im Alzeyer Osten entsteht mit den Nibelungenhöfen das bislang größte Wohnbauprojekt der Alzeyer Baugesellschaft. Auf einer Fläche von rund 9.400 Quadratmetern schafft die ABG 88 öffentlich geförderte Wohnungen.
Derzeit lässt die Baugesellschaft die bisherigen Gebäude in der Siegfried- und Kriemhildenstraße zurückbauen. Nach Angaben der ABG ließen sich die alten Häuser wegen ihres baulichen und energetischen Zustands nicht mehr wirtschaftlich modernisieren.
45 Sozialwohnungen entstehen
Von den 88 Wohnungen entfallen 45 auf Sozialmietwohnungen. Weitere 43 Wohnungen richten sich an Menschen mit mittlerem Einkommen. Die ABG plant Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen für Familien, ältere Menschen und Alleinstehende. Alle Wohnungen erhalten einen barrierefreien Zugang. Neun Wohnungen richtet die Baugesellschaft zusätzlich rollstuhlgerecht ein.
Außerdem bekommt jede Wohnung einen Balkon oder eine Terrasse. Beim Bau setzt die ABG auf eine serielle und modulare Bauweise mit Stahlbetonfertigteilen.
Innenhof und Pflegeangebote gehören zum Quartier
Im Zentrum des Quartiers entsteht ein begrünter Innenhof. Dort plant die ABG unter anderem Bäume, Ruhebereiche, einen Demenzgarten, barrierefreie Hochbeete und einen Mehrgenerationenspielplatz. Außerdem richtet die Baugesellschaft einen gemeinschaftlichen Bewohnertreff ein. Dafür nutzt sie eine Vier-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss mit Terrasse, Küche und Gemeinschaftsausstattung.
Auch die AWO zieht mit Angeboten in das Quartier ein. Eine Sozialstation soll dort Alten- und Krankenpflege anbieten. Zusätzlich ist ein Büro des AWO-Betreuungsvereins vorgesehen.
Alte Baustoffe bleiben auf dem Gelände
Beim Abriss setzt die ABG auf Wiederverwertung. Das beauftragte Unternehmen trennt die Materialien und bereitet den mineralischen Bauschutt auf. Einen Teil davon nutzt die ABG anschließend direkt auf dem Gelände als Sekundärbaustoff für die Verfüllung der Kellerbereiche. Dadurch sinkt die Zahl der Transporte. Gleichzeitig spart das Projekt Rohstoffe und reduziert Emissionen. Auch beim Thema Mobilität erweitert das Quartier das Angebot. Die ABG plant sowohl Carsharing als auch eine Bikesharingstation.
Die Nibelungenhöfe sollen 2028 vollständig fertig sein.
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