Die Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück hat den Erlös ihres traditionellen „Sommerfestes der Wirtschaft im Milden Westen“ für Bildungs- sowie Teilhabeprojekte gespendet. Insgesamt 18.000 Euro gingen zu gleichen Teilen an sechs Förderschulen in der Region.
Diese sechs Förderschulen bekommen jetzt Geld
Die Gäste des Sommerfestes hatten die Spenden traditionell über den Kauf von Charity-Bändchen finanziert. Zum 30. Geburtstag der Regionalinitiative verdoppelte deren Vorstand die in diesem Jahr zusammengekommene Spendensumme. Unterstützt wurden Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen sonderpädagogischen Schwerpunkten betreuen.
Zu den Empfängern gehörte die Don-Bosco-Schule in Bad Kreuznach mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Entwicklung. Schulleiter Julian Haas-von der Weiden berichtete, dass sich die Schülerzahl innerhalb von zehn Jahren verdreifacht habe und die Schule zunehmend an ihre räumlichen Grenzen stoße. Gemeinsam mit der benachbarten Ellerbachschule, die den Schwerpunkt Lernen hat, werden Räumlichkeiten genutzt. Auch dort seien die Kapazitätsgrenzen bereits überschritten. Schulleiter Roman Haag hob die Bedeutung der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen hervor, durch die Jugendliche Praktika und damit berufliche Perspektiven erhalten könnten. An der Ellerbachschule soll das Geld für Klettergerüste sowie Spielmaterial für das Außengelände eingesetzt werden.
Weitere Schulen
Die Gräfin-Loretta-Schule in Birkenfeld will mit ihrer Spende Angebote wie Ausflüge ermöglichen. Rektorin Stefanie Luther verwies darauf, dass solche zusätzlichen Aktivitäten von den Eltern häufig nicht finanziert werden könnten und Förderschulen oft nur über eine geringe Lobby verfügten.
An der Nahetalschule in Idar-Oberstein sollen die Mittel nach Angaben des stellvertretenden Schulleiters Sven Jung vor allem für neue Lehrmaterialien sowie Zuschüsse zu Klassenfahrten verwendet werden. Die Landskronschule in Oppenheim, die die Förderschwerpunkte ganzheitliche Entwicklung, Lernen und Sprache verbindet, will die Spende direkt in die Ausstattung der Lernräume investieren.
Die Rhein-Nahe-Schule in Bingen unter Leitung von Nina Ohlinger möchte mit den zusätzlichen Mitteln unter anderem das praxisorientierte Förderprogramm „GemüseAckerdemie“ fortführen.
„Unser Ziel ist es, mit den Spenden denjenigen zu helfen, die anderen helfen“, erklärte der Vorsitzende der Regionalinitiative, Stefan Langenfeld. Bildung und Teilhabe hätten den Mitgliedern in diesem Jahr besonders am Herzen gelegen. Zudem sei es immer wieder eine Bereicherung zu sehen, wie wirkungsvoll die Spenden vor Ort eingesetzt würden.
Wirtschaftstag im November
Die nächste Großveranstaltung der Regionalinitiative steht bereits fest: Am Freitag, 27. November, findet der traditionelle Wirtschaftstag in der kING Ingelheim statt. Als Ehrengast erwartet die Initiative den ehemaligen Ski-Profi Felix Neureuther.
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