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Cannabisplantage in Jeckenbach: Razzia im Kreis Bad Kreuznach

Cannabis Plantage
Bild: KI unterstützt

In Jeckenbach im Kreis Bad Kreuznach haben Zollfahnder am Dienstag, 3. November, eine illegale Cannabisplantage ausgehoben. Der Einsatz war Teil einer größeren Razzia im Nordpfälzer Bergland und im Saarland: Insgesamt entdeckten die Ermittler fünf Plantagen mit mehr als 2.300 Pflanzen und nahmen acht Verdächtige fest.

In Jeckenbach fanden die Einsatzkräfte nach Angaben der Ermittler, über die der SWR berichtet, etwa 300 Cannabispflanzen. Welche weiteren Gegenstände dort sichergestellt wurden und ob es in dem Ort Festnahmen gab, ist bislang nicht bekannt.

Drogen, Waffen und Bargeld sichergestellt

Bei der Razzia durchsuchten die Einsatzkräfte insgesamt elf Wohn- und Geschäftsadressen. Dabei stellten sie nach Angaben von Zoll und Staatsanwaltschaft unter anderem rund 33 Kilogramm Amphetamin, 11,5 Kilogramm Marihuana und knapp ein Kilogramm Haschisch sicher.

Hinzu kamen eine Tablettenpresse, rund 1,2 Kilogramm MDMA, 500 Gramm Ecstasy-Tabletten und etwa 22.000 Euro Bargeld. Außerdem fanden die Ermittler mehrere Waffen. Ob darunter eine scharfe Schusswaffe ist, war nach Angaben der Behörden vom 5. November noch nicht geklärt.

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Ermittlungen begannen nach Kontrolle bei Pirmasens

Das Zollfahndungsamt Frankfurt ermittelt seit dem Frühjahr im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken. Die Verdächtigen im Alter von 22 bis 54 Jahren sollen leerstehende Gebäude für den Cannabisanbau genutzt und Marihuana in der Großregion und in Frankreich verkauft haben.

Ausgangspunkt war eine Zollkontrolle bei Pirmasens im Mai. Damals entdeckten die Beamten nach Angaben der Behörden rund 20 Kilogramm Marihuana im Kofferraum eines Autos und nahmen einen mutmaßlich Beteiligten fest.

Auch französische Behörden ermittelten gegen die Gruppe. In der Region Grand Est wurden zeitgleich mit dem Einsatz in Deutschland mehrere Gebäude durchsucht und 13 Menschen festgenommen.

Sieben Beschuldigte in Untersuchungshaft

Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Saarbrücken erließ gegen die acht in Deutschland Festgenommenen Haftbefehle. Bei einer Person wurde der Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die übrigen sieben saßen nach Angaben der Behörden vom 5. November in Untersuchungshaft.

Gegen einen Beschuldigten besteht außerdem der Verdacht des bewaffneten Drogenhandels. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an; Einzelheiten zum Fundort in Jeckenbach sind noch offen.

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