Der Nationalparklandkreis Birkenfeld hat seine Projektliste für das Landesprogramm „Regional.Zukunft.Nachhaltig“ angepasst. Insgesamt stehen dem Kreis rund zwei Millionen Euro zur Verfügung, mit denen mehr als 20 Projekte vollständig aus Fördermitteln finanziert werden können.
Der Kreistag des Nationalparklandkreises Birkenfeld hat Änderungen an der Liste der Projekte beschlossen, die über das Landesprogramm „Regional.Zukunft.Nachhaltig“, kurz RZN, finanziert werden sollen. Die Änderungen wurden am Montagabend einstimmig beschlossen. Die Projekte sollen bis Ende 2028 umgesetzt werden. Bereits im Sommer 2025 hatte der Kreistag der ursprünglichen Liste zugestimmt. Bei der weiteren Planung habe sich jedoch gezeigt, dass einzelne Vorhaben angepasst werden müssen.
Geld für Turnhallensanierung wird frei
Eine größere Änderung betrifft die Turnhalle der Ida-Purper-Realschule plus in Idar-Oberstein. Ursprünglich waren rund 500.000 Euro aus dem RZN-Programm für Planungen zur Sanierung der Halle vorgesehen. Ein späteres Gutachten kam jedoch zu dem Ergebnis, dass ein Neubau wirtschaftlicher wäre. Dafür rechnen Kreis und Schule mit Kosten von rund 7,8 Millionen Euro. Der Neubau soll voraussichtlich über ein anderes Förderprogramm des Landes finanziert werden. Dadurch können die ursprünglich vorgesehenen RZN-Mittel für andere Projekte eingesetzt werden.
Grundstücke für Katastrophenschutzzentrum neu aufgenommen
Das größte neu aufgenommene Projekt betrifft das geplante Katastrophenschutzzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Heinrich-Hertz-Kaserne in Birkenfeld. Für den Kauf der dafür benötigten Grundstücke sind 420.000 Euro eingeplant. Die eigentliche Einrichtung des Zentrums soll über ein anderes Förderprogramm finanziert werden. Neu auf der Liste steht außerdem eine Buchungssoftware für den Fuhrpark der Kreisverwaltung. Anfang des Jahres hatte der Kreis 14 Elektroautos angeschafft. Für die Software und ihren Betrieb bis Ende 2028 sind rund 21.000 Euro vorgesehen.
Solar-Carports an der Kreisverwaltung geplant
Auch auf dem Gelände der Kreisverwaltung ist ein neues Projekt vorgesehen. Neben Gebäude 2 sollen für rund 60.000 Euro Solar-Carports entstehen. Der dort erzeugte Strom soll unter anderem zum Laden der Elektrofahrzeuge und für den Eigenverbrauch der Verwaltung genutzt werden.
Mehr Geld für Fahrradstellplätze und Schulen
Bei mehreren bereits geplanten Vorhaben erhöht der Landkreis die vorgesehenen Fördersummen. Für gesicherte Fahrradabstellplätze an weiterführenden Schulen und anderen kreiseigenen Gebäuden sollen künftig rund 290.000 Euro zur Verfügung stehen. Ursprünglich waren etwa 140.000 Euro geplant. Insgesamt sollen rund 600 sichere Fahrradstellplätze entstehen. Am Heinzenwies-Gymnasium in Idar-Oberstein soll außerdem die Elektroverteilung erneuert werden. Dafür soll die Förderung für das Gesamtprojekt von 280.000 auf 320.000 Euro steigen. Mehr Geld ist auch für einen neuen Spielplatz an der Nahetal-Förderschule vorgesehen. Statt 95.000 Euro sollen dafür künftig 145.000 Euro aus dem Förderprogramm eingeplant werden.
Kosten für Pegelmessstellen sinken
Weniger Geld wird dagegen für geplante Wetterstationen und Pegelmessstellen entlang der Nahe und ihrer Nebenflüsse benötigt. Statt der ursprünglich veranschlagten 100.000 Euro rechnet der Landkreis inzwischen mit rund 50.000 Euro. Die Anlagen sollen Daten liefern, um bei möglichen Naturereignissen früher warnen zu können. Die Änderungen müssen bis Ende Dezember bei der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier eingereicht werden.
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