In Idar-Oberstein dringen derzeit wieder vermehrt Wildschweine in bebaute Ortslagen vor. Auch der Friedhof Algenrodt ist erneut betroffen. Dort wurden in der vergangenen Woche mehrere Wildschweine gesichtet und neue Schäden festgestellt.
Nach Angaben der Stadt könnten die lang anhaltende Hitze und die geringen Niederschläge eine Rolle spielen. Bei Eichen und Buchen zeichnet sich in diesem Jahr eine deutlich geringere Fruchtbildung ab als in den vergangenen Jahren. Dadurch steht den Wildschweinen voraussichtlich weniger natürliche Nahrung zur Verfügung. Vor allem im Herbst und Winter könnten die Tiere deshalb verstärkt in bewohnte Bereiche vordringen, um alternative Nahrungsquellen zu finden.
Zaunanlage konnte Schäden nicht verhindern
Auf dem Friedhof Algenrodt waren bereits früher massive Wildschäden entstanden. Um das Gelände besser zu schützen, ließ die Stadtverwaltung im Mai eine robuste Zaunanlage errichten. Die vorhandenen Schäden wurden anschließend vollständig beseitigt. Bei einer Kontrolle stellte der Baubetriebshof nun fest, dass eines der Friedhofstore offen stand. Die Wildschweine konnten dadurch auf das Gelände gelangen. Bei geöffnetem Tor konnte auch die neue Zaunanlage ihre Schutzfunktion nicht erfüllen.
Zugang nur über unteres Tor
Die Stadtverwaltung bittet alle Besucherinnen und Besucher dringend, die Friedhofstore nach jedem Durchgang vollständig zu schließen. Nur so lässt sich verhindern, dass Wildschweine erneut auf das Gelände gelangen und weitere Schäden verursachen. Als vorübergehende Maßnahme bleibt das obere Tor des Friedhofs Algenrodt bis auf Weiteres geschlossen. Der Zugang ist derzeit ausschließlich über das untere Tor an der Trauerhalle möglich.
Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis und um die Mithilfe aller Friedhofsbesucher. Durch das konsequente Schließen der Tore kann jeder dazu beitragen, weitere Schäden zu vermeiden und die Schutzanlage wirksam zu halten.
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