Eine Pipeline-Leckage zwischen Kisselbach und Wiebelsheim im Rhein-Hunsrück-Kreis hat am 11. März einen größeren Einsatz ausgelöst. Am Nachmittag wurde zunächst Dieselgeruch in der Umgebung festgestellt. Kurz darauf entdeckten Einsatzkräfte eine beschädigte Pipeline.
Feuerwehr, Polizei und das Technische Hilfswerk sind im Einsatz gewesen.
Vorsorgemaßnahmen auch im Landkreis Bad Kreuznach
Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Kraftstoff über den Simmerbach abfließt, traf auch der Landkreis Bad Kreuznach Vorsorgemaßnahmen. In der Kreisverwaltung wurde eine Koordinierungsstelle für den Katastrophenschutz eingerichtet.
Die Lage wurde dort fortlaufend beobachtet und bewertet. Gleichzeitig wurden Einsatzkräfte und mögliche Unterstützungsmaßnahmen vorbereitet.
Feuerwehren führten in der Grenzregion zum Rhein-Hunsrück-Kreis Messungen durch. Nach aktuellem Stand wurden dabei keine Auffälligkeiten festgestellt. Gegen Mitternacht beendeten sie die Koordinierungsstelle.

Polizei geht von manipulierte Pipeline aus
Nach neuen Erkenntnissen der Polizei gibt es keine Hinweise auf einen politisch motivierten Sabotageakt. Stattdessen gehen die Ermittler davon aus, dass bislang unbekannte Täter die Pipeline manipuliert haben, um Diesel abzupumpen.
Die Kriminaldirektion Koblenz hat die Ermittlungen übernommen.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Polizei sucht nun nach möglichen Zeugen. Gesucht werden Personen, die im oder rund um das Gewerbegebiet in Wiebelsheim verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Hinweise nimmt die Polizei Boppard unter der Telefonnummer 06742 809-0 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.