Pfaffen-Schwabenheim. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wirft einem 61-jährigen Mann aus Pfaffen-Schwabenheim gefährliche Körperverletzung vor. Der Mann ist nicht vorbestraft und befindet sich derzeit vorläufig in einer psychiatrischen Klinik.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll es Mitte März 2026 zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Angeklagten und seinem Bruder gekommen sein. Dabei soll der Bruder den 61-Jährigen mit beiden Händen gegen die Brust gestoßen haben. Der Angeklagte sei dadurch zu Boden gefallen.
Mehrfach mit Dolch zugestochen
Als sich der Bruder anschließend über den am Boden liegenden Angeklagten gebeugt habe, soll dieser einen etwa 20 Zentimeter langen Dolch aus der rechten Seite seines Gürtels gezogen haben. Danach habe er mehrfach in Richtung seines Bruders zugestochen – nach Angaben der Anklage mit Verletzungsabsicht.
Der Bruder erlitt Verletzungen am linken Oberschenkel, am linken Daumen und am rechten Oberarm.
Psychische Erkrankung als möglicher Faktor
Dem Angeklagten wird eine paranoide Schizophrenie zugeschrieben. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft könnte die Erkrankung seine Steuerungsfähigkeit während der Tat erheblich vermindert haben.
Die Vorwürfe sind Gegenstand des laufenden Strafverfahrens. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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