Nach wiederholten Beschwerden über Autoposer in Bad Kreuznach haben Polizei und Kommunaler Vollzugsdienst den Chausseegarten kontrolliert. Bei der nächtlichen Aktion wurden die anwesenden Fahrer gezielt überprüft und zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Infobox:
- Beschwerden über Autoposer, Driftversuche und Beinaheunfälle
- Polizei und Kommunaler Vollzugsdienst kontrollierten gegen Mitternacht
- Zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen ruhenden Verkehrs
Beschwerden über Drifts und gefährliche Situationen
Der Chausseegarten in Bad Kreuznach sorgt offenbar zunehmend für Beschwerden. Nach Angaben der Polizei wird die eigentlich für Lastwagen vorgesehene Parkfläche vor allem in den Abend- und Nachtstunden anderweitig genutzt. Anwohner und andere Betroffene sollen wiederholt sogenannte Autoposer-Treffen beobachtet haben. Ein Anwohner berichtete unserer Redaktion: „Bei schönem Wetter kann man davon ausgehen, dass am Wochenende der Parkplatz voll ist.“
Dabei ist nach den vorliegenden Schilderungen auch von Driftversuchen und Beinaheunfällen die Rede. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Nach den Treffen soll regelmäßig eine größere Menge Müll auf der Fläche zurückbleiben. In der Nacht von Freitag auf Samstag reagierten Polizei und Stadt auf die Beschwerden. Gegen Mitternacht kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Bad Kreuznach gemeinsam mit Mitarbeitern des Kommunalen Vollzugsdienstes den Chausseegarten.
Autoposer in Bad Kreuznach gezielt angesprochen
Die Einsatzkräfte überprüften vor allem die anwesenden Fahrzeugführer. Dabei ging es jedoch nicht ausschließlich um mögliche Verstöße. Polizei und Vollzugsdienst suchten auch gezielt das Gespräch mit den Menschen vor Ort und thematisierten die Probleme rund um die Treffen. Nach Angaben der Polizei reagierten die angesprochenen Personen durchweg einsichtig. Einige beließen es dabei nicht bei Worten: Sie sammelten Müll ein, den andere zuvor auf der Fläche zurückgelassen hatten, und entsorgten ihn.
Zwölf Verfahren wegen Falschparkens eingeleitet
Ganz ohne Konsequenzen blieb die Kontrolle allerdings nicht. Der Kommunale Vollzugsdienst leitete insgesamt zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Sie stehen nach Angaben der Polizei im Zusammenhang mit Verstößen beim ruhenden Verkehr. Die gemeinsame Aktion verlief ansonsten ruhig und ohne Zwischenfälle. Weitere Vorfälle wie Driftversuche oder gefährliche Fahrmanöver während der Kontrolle meldete die Polizei nicht.
Weitere Kontrollen am Chausseegarten möglich
Mit der einmaligen Aktion dürfte das Thema allerdings nicht erledigt sein. Polizei und Kommunaler Vollzugsdienst wollen die Entwicklung am Chausseegarten weiter beobachten. Sollten die Beschwerden über Autoposer, riskante Fahrmanöver oder Verschmutzungen anhalten, sind weitere gemeinsame Kontrollen möglich.
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