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Rettung fünfer Menschen aus verrauchtem Gebäude geübt

Bild: Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach

Ein Kellerbrand nach einer Verpuffung, dichter Rauch auf mehreren Etagen und fünf vermisste Menschen: Mit diesem Szenario hat die Feuerwehr am Mittwochabend im ehemaligen Gebäude der Familienkasse an der Bosenheimer Straße den Ernstfall geprobt. Bei dem vermeintlichen Brand handelte es sich vollständig um eine Übung. Die vermissten Personen wurden durch Dummys dargestellt und der Rauch von zwei Nebelmaschinen erzeugt.

Hausmeister weist Einsatzkräfte ein

Nach dem Übungsszenario war es bei Bauarbeiten zu einer Verpuffung gekommen. Zwei Handwerker befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Keller, zwei weitere im ersten Obergeschoss. Eine fünfte Person wurde im Erdgeschoss vermutet.Der ortskundige Hausmeister Domenic Übellauer, ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur, alarmierte im Szenario die Feuerwehr. An der Einsatzstelle informierte er die anrückenden Kräfte über die Lage und stand für weitere Fragen zur Verfügung.

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Atemschutztrupps suchen Keller ab

Aus dem Keller und einem gekippten Fenster im ersten Obergeschoss drang dichter Übungsrauch. Die ersten Atemschutztrupps gingen mit jeweils einem C-Rohr zur Personensuche in den Keller vor. Dort mussten die Einsatzkräfte auch verschlossene Türen gewaltsam öffnen, um dahinter befindliche Personen zu retten. Weitere Atemschutztrupps durchsuchten das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss.

Rettung über die Drehleiter

Eine Person wurde über den Korb der Drehleiter aus dem ersten Obergeschoss gerettet. Dafür gelangte ein Atemschutztrupp an das gekippte Fenster und öffnete es mit Spezialwerkzeug, ohne es zu beschädigen. Nach und nach brachten die Feuerwehrleute alle fünf Dummys aus dem Gebäude. Anschließend wurden sie an einen im Übungsszenario angenommenen Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.

Gefahrstoffe im Keller erkannt

Während der Personensuche entdeckte ein Trupp im Keller verschiedene brennbare Reinigungsmittel und Gasflaschen. Die zugehörige Stoffnummer wurde per Funk an den Führungsdienst übermittelt. Die Besatzung des Einsatzleitwagens wertete die Angaben aus und informierte die Einsatzkräfte über die daraus entstehenden Gefahrenschwerpunkte. Gleichzeitig unterstützte sie den Einsatzleiter bei der Koordination der Übung.

Übungsziele nach rund einer Stunde erreicht

Nachdem alle Personen gerettet und der angenommene Brand gelöscht worden waren, beendeten die Übungsleiter Eric Müller und Sebastian Wrede das Szenario nach etwa einer Stunde. In einer anschließenden Nachbesprechung analysierten sie gemeinsam mit den Feuerwehrleuten den Ablauf. Beide zeigten sich zufrieden und bewerteten die gesetzten Übungsziele als erreicht. Die Übungsleiter dankten Domenic Übellauer dafür, dass er das Gebäude und seine Zeit für die Übung zur Verfügung gestellt hatte.

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