Lena Kahl hat den ersten Platz beim Kulturpreis 2026 der Stiftung „Kultur im Landkreis Mainz-Bingen“ gewonnen. In diesem Jahr stand der Wettbewerb im Zeichen der Literatur. Kahl überzeugte die Jury mit ihrem Text „Der kleine Elefant“. Darin blickt sie auf ihr zehnjähriges Ich zurück, das von Ängsten und Selbstzweifeln geprägt war.
Das Thema des Wettbewerbs lautete „Brief an das vergangene Ich / Brief an das zukünftige Ich“. Die Teilnehmer beschäftigten sich dabei mit persönlichen Erinnerungen, Erfahrungen, Wünschen und Zukunftsvorstellungen.
Zweiter und dritter Platz ebenfalls vergeben
Den zweiten Platz belegte Dajana Mätzold mit ihrem Text „Als das Leben längst begonnen hatte“. Ihr Brief handelt von einer Frau, die lange glaubte, im eigenen Leben hinterherzuhinken. Dabei geht es unter anderem um verpasste Vorstellungen, Neuanfänge und kleine Glücksmomente.
Kerstin Schreiner erreichte mit „Eine Gebrauchsanweisung für mich“ den dritten Platz. Darin richtet sie sich an ihr zukünftiges Ich und hält Erinnerungen fest, die später Orientierung geben sollen.
32 Bewerbungen eingereicht
Insgesamt beteiligten sich 32 Personen am diesjährigen Kulturpreis. Unter den Bewerbern waren sowohl jüngere als auch ältere Menschen mit Verbindungen zum Landkreis Mainz-Bingen. Die Jury bestand aus Wolfgang Wirth, Dr. Annette Nünnerich-Asmus und Brigitta Dewald-Koch.
Jury-Sprecher Wolfgang Wirth erklärte, dass viele besondere Beiträge eingereicht worden seien und die Entscheidung deshalb nicht leichtgefallen sei.
Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro
Die Preisverleihung fand im Kreistagssaal statt. Alle Bewerber waren dazu eingeladen. Lina Tenruh und Emil Vettel von der Musikschule des Weiterbildungszentrums Ingelheim begleiteten den Abend mit klassischen Klavierstücken. Der Kulturpreis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird auf die drei Gewinnerinnen verteilt.
2027 steht Musik im Mittelpunkt
Die Stiftung „Kultur im Landkreis Mainz-Bingen“ vergibt den Kulturpreis seit 1997. Dabei wechseln sich die Sparten Kunst, Literatur und Musik jährlich ab. Im Jahr 2027 steht turnusmäßig wieder die Musik im Mittelpunkt.
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