Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat anlässlich des Deutschen Gartenbautages des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) den Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2026 verliehen. Mit dem Preis würdigt das BMLEH jährlich herausragende und beispielgebende Innovationen im Gartenbau – in diesem Jahr praxisnahe Lösungen aus den Bereichen Pflanzenzüchtung, Robotik und Torfminderung.
Der deutsche Gartenbau lebt von guten Ideen und von Betrieben, die den Mut haben, Neues auszuprobieren. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen ganz konkret, wie Innovation in der Praxis aussehen kann. Mit allergenarmen Apfelsorten, autonomer Robotik im Gemüsebau oder praktikablen Wegen bei der Torfminderung. Solche Lösungen stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und helfen, den Gartenbau nachhaltig weiterzuentwickeln.
Der Deutsche Innovationspreis Gartenbau des BMLEH ist 2026 mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien „Pflanze“, „Technik“ und erstmals als Sonderpreis im Bereich „Torfminderung“ vergeben. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.
Das sind die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger:
Erstmals wird der Sonderpreis „Torfminderung“ verliehen. Er geht an die Biogärtnerei Herb aus Kempten im Allgäu. Ausgezeichnet wird ihr umfassendes Betriebskonzept zum weitgehenden Verzicht auf Torf in Kultursubstraten. Der Betrieb zeigt, dass auch kleinere Unternehmen durch konsequente betriebliche Veränderungen einen wichtigen und übertragbaren Beitrag zur Torfminderung leisten können.
In der Kategorie „Pflanze“ wird die Züchtungsinitiative Niederelbe für die Züchtung und Markteinführung der allergenarmen Apfelsorte „Pompur“ ausgezeichnet. Die Entwicklung ist das Ergebnis einer langfristig angelegten Zusammenarbeit von Züchtung, Forschung und Praxis. Sie zeigt, welches Potential in solchen Kooperationen liegt.
In der Kategorie „Technik“ gibt es in diesem Jahr zwei Preisträger. Ausgezeichnet werden die nAIture GmbH & Co. KG aus Friedrichsgabekoog für den autonomen Jäteroboter „BEAM“ sowie E-TERRYaus Erfurt für den gleichnamigen autonomen, vollelektrischen Feldroboter. Die Beikrautregulierung stellt insbesondere in der Freilandgemüseproduktion eine große Herausforderung dar. Mit den beiden ausgezeichneten Entwicklungen werden Lösungen prämiert, die den Einsatz autonomer Robotik im Gemüseanbau voranbringen und neue Perspektiven für eine präzise und ressourcenschonende Bewirtschaftung eröffnen.
Rhein Nahe Direkt als Lieblingsquelle bei Google festlegen
Du möchtest keine Nachrichten aus der Region verpassen? Füge Rhein Nahe Direkt bei Google als bevorzugte Quelle hinzu.
Jetzt als Lieblingsquelle festlegen