Der Alzeyer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23. Februar 2026 zentrale Entscheidungen für die Stadtentwicklung, das Ehrenamt und die Sicherheit bei Veranstaltungen getroffen. Im Mittelpunkt standen das geplante Quartierszentrum im Alzeyer Osten, eine Reform des Ehrungswesens sowie eine interkommunale Lösung für den Zufahrtsschutz.
Quartierszentrum mit Sporthalle im Alzeyer Osten geplant
Im Städtebaufördergebiet „Alzeyer Osten“ schreitet die Planung für ein neues Quartierszentrum voran. Auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs soll eine multifunktionale Sport- und Veranstaltungshalle entstehen. Der alte Schlachthof ist bereits abgerissen.
Geplant sind rund 2.370 Quadratmeter Nutzfläche. Vorgesehen sind zwei Halleneinheiten, Umkleiden, Geräteräume sowie zusätzliche Räume für Vereine, Quartiersarbeit und Begegnung. Auch Musik- und Aufenthaltsräume sowie ein großzügiger Eingangsbereich sind Teil der Planung.
Das Projekt ist seit 2018 Bestandteil des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“. Die aktuelle Kostenschätzung liegt bei rund 13 Millionen Euro. Etwa 8 Millionen Euro sollen aus Städtebau- und Schulbauförderung kommen. Der Baubeginn ist nach aktuellem Stand für Herbst 2028 vorgesehen, die Bauzeit soll weniger als zwei Jahre betragen.
Nach Fertigstellung der Halle soll die Sanierung der Nibelungenschule folgen. Die neue Halle ist perspektivisch auch für den Schulsport vorgesehen.


Neue Auszeichnung „Ehrenamt des Jahres“
Der Stadtrat hat außerdem die zweite Änderungssatzung zur Ehrung verdienter Personen einstimmig beschlossen. Neu eingeführt wird die Auszeichnung „Ehrenamt des Jahres“.
Künftig soll einmal jährlich eine Einzelperson, eine Gruppe oder eine Initiative geehrt werden, die sich in besonderer Weise für das gesellschaftliche Leben in Alzey einsetzt.
Zudem wird die Rathausmedaille neu geregelt. Sie kann künftig nicht nur für ehrenamtliches Engagement, sondern allgemein für besondere Verdienste um die Stadt verliehen werden. Die Ehrung sportlicher Leistungen wird künftig in einer eigenen Satzung geregelt.
Interkommunale Zusammenarbeit beim Zufahrtsschutz
Um Veranstaltungen wie das Winzerfest besser abzusichern, setzt Alzey auf eine gemeinsame Lösung mit den Verbandsgemeinden Alzey-Land, Nieder-Olm, Wöllstein und Wörrstadt.
Geplant ist die Anschaffung von 15 mobilen, zertifizierten Sperrelementen. Die Investitionskosten liegen bei rund 280.000 Euro. Eine Förderung von bis zu 140.000 Euro ist möglich. Bei Bewilligung würde der Eigenanteil der Stadt Alzey rund 28.000 Euro betragen.
Die Verbandsgemeinde Wörrstadt übernimmt die Koordination und das Förderverfahren. Die Beschaffung ist – vorbehaltlich der Förderzusage und der Zustimmung aller Partner – für Herbst 2026 vorgesehen.