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Anpassung der Parkgebühren in Alzey – neue Tarife sollen 2026 starten

Anpassung der Parkgebühren in Alzey – neue Tarife sollen 2026 starten
Symbolbild

In Alzey hat der Stadtrat mit großer Mehrheit eine Anpassung der Parkgebühren beschlossen. Die neuen Tarife sollen abhängig von den technischen Voraussetzungen im Laufe des Jahres 2026 eingeführt werden. Ziel ist es, den Parkraum fairer zu nutzen, Parkplatzblockaden zu reduzieren und die Innenstadt für Besucher sowie den Einzelhandel attraktiv zu halten.

Warum Alzey die Parkgebühren anpasst

Die Parkgebühren für rund 600 gebührenpflichtige Stellplätze in der Alzeyer Innenstadt waren seit mehr als 20 Jahren nahezu unverändert. Aktuell liegen sie bei 60 Cent pro Stunde und damit deutlich unter dem Niveau vergleichbarer Städte. Gleichzeitig sind die Kosten für Infrastruktur, Technik und Unterhaltung spürbar gestiegen.

Mit der neuen Preisgestaltung will die Stadt diese Entwicklung ausgleichen. Dabei spielen auch Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und die Förderung des Radverkehrs eine Rolle, die in den vergangenen Jahren ausgebaut wurden und weiter ausgebaut werden sollen.

Investitionen in Parkinfrastruktur und Innenstadt

Ein zentraler Grund für die Anpassung sind geplante und notwendige Investitionen in die Parkinfrastruktur. Allein die Sanierung der Tiefgarage wird auf rund zwei Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen ein neues Parkleitsystem sowie der Bau eines Parkdecks in der Friedrichstraße mit rund 250 neuen innenstadtnahen Stellplätzen.

Die Stadt rechnet durch die neuen Parkgebühren mit Mehreinnahmen von etwa 250.000 Euro pro Jahr. Dieses Geld soll direkt in die Parkinfrastruktur zurückfließen und damit langfristig bessere Bedingungen für Autofahrer und Dauerparker schaffen.

Mehr Bewegung im Parkraum statt Dauerblockaden

Besonders an zentralen Standorten wie dem Obermarkt und dem Museumsplatz werden Parkplätze bislang häufig über längere Zeit blockiert. Günstige Tagestickets machen diese Flächen vor allem für Pendler attraktiv. Das führt zu zusätzlichem Suchverkehr und erschwert Kurzbesuchen für Einkäufe, Arzttermine oder Gastronomie.

Mit höheren Gebühren an diesen Standorten will die Stadt eine stärkere Fluktuation erreichen. Kürzere Parkzeiten sollen die Chancen auf freie Stellplätze erhöhen und damit Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen in der Innenstadt unterstützen.

Neue Gebühren im Überblick

Im allgemeinen Stadtgebiet kostet das Parken künftig 1,00 Euro pro Stunde. Kurzparken bleibt möglich, weiterhin kann für 20 Cent zwölf Minuten geparkt werden. Am Obermarkt und Museumsplatz beträgt die Gebühr künftig 2,00 Euro pro Stunde.

Auch beim Dauer- und Bewohnerparken gibt es Anpassungen. Das Bewohnerparken kostet künftig 90 Euro pro Jahr. Park-and-Ride-Angebote am Bahnhof bleiben erhalten und liegen preislich weiterhin unter dem innerstädtischen Dauerparken.

Behindertenparkplätze bleiben nach Angaben der Stadt weiterhin kostenfrei. Parallel setzt Alzey weiterhin auf digitales Parken mit minutengenauer Abrechnung und flexibler Verlängerung per Handy.

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Paul Calmund arbeitet als Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.
Sein Fokus liegt auf der Berichterstattung über regionale Ereignisse, Polizeimeldungen und lokale Entwicklungen. Dabei legt er großen Wert auf Fakten, Übersichtlichkeit und Leserfreundlichkeit.

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