Die Stadt Alzey hat ihren neuen Baubetriebshof offiziell eingeweiht. Der Standort in der Rudolf-Diesel-Straße wurde am vergangenen Freitag gemeinsam mit Innenminister Michael Ebling, Mitgliedern des Stadtrats, beteiligten Unternehmen sowie Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und des Bauhofs eröffnet.
Nach Eröffnung: Ebling besucht neuen Baubetriebshof in Alzey
Für das Projekt investierte die Stadt insgesamt rund 3,3 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte den Neubau über den Investitionsstock mit einer Förderung in Höhe von 1,4 Millionen Euro.
Zentrale Aufgaben für das Funktionieren der Stadt
Der Baubetriebshof ist ein zentraler Bestandteil der kommunalen Infrastruktur. Das Team unter der Leitung von Mathias Neumann übernimmt zahlreiche Aufgaben im Stadtgebiet. Dazu gehören unter anderem die Pflege von Grünanlagen, die Unterhaltung von Straßen und Spielplätzen, der Winterdienst sowie die logistische Unterstützung bei Veranstaltungen.
Die Anforderungen an den Bauhof steigen dabei stetig. Gründe dafür sind unter anderem zunehmende illegale Müllablagerungen, neue Anforderungen an die Grünpflege im Zuge des Klimawandels sowie die wachsende Stadt mit neuen Wohngebieten und Infrastrukturprojekten.
Deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen
Mit dem neuen Standort sollen sich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten deutlich verbessern. Der bisherige Bauhof entsprach in vielen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zu kleine Sozialräume, veraltete Garagen und Werkstätten sowie fehlende Lagerflächen machten eine Modernisierung notwendig.
Im Zuge des Neubaus entstanden zwei Stahlhallen: eine Fahrzeughalle mit integriertem Salzlager sowie ein zusätzlicher Unterstand für Fahrzeuge. Das bestehende Gebäude wurde umfassend saniert und modernisiert. Dabei wurden Büro- und Sanitärbereiche neu strukturiert, Werkstätten angepasst, ein zusätzlicher Schweißraum geschaffen und die Elektroanlage auf den aktuellen technischen Stand gebracht.
Auch das Außengelände wurde erweitert und funktional neu organisiert. Neue Lagerflächen, zusätzliche Stellplätze für Fahrzeuge sowie Schüttgutboxen für Materialien wie Sand und Kies sollen künftig effizientere Arbeitsabläufe ermöglichen.
Nachhaltige Technik mit Photovoltaik und Regenwasserzisternen
Besonderer Wert wurde bei dem Projekt auf Nachhaltigkeit gelegt. Unter dem Gelände wurden Regenwasserzisternen installiert. Das gesammelte Wasser kann künftig zur Bewässerung von Bäumen und Grünflächen im Stadtgebiet genutzt werden.
Auf den Dachflächen befindet sich außerdem die größte Photovoltaikanlage auf einem städtischen Gebäude in Alzey. Der erzeugte Strom wird teilweise direkt vor Ort genutzt, etwa für Gebäude und Wärmepumpe, und zusätzlich über den städtischen Strombilanzkreis in andere kommunale Gebäude wie die Nibelungenschule oder das Museum eingespeist.
Bauphase seit 2023
Der Bau des neuen Baubetriebshofs begann im Jahr 2023. Während der Bauphase mussten zusätzliche Arbeiten umgesetzt werden, wodurch sich der Umzug leicht verzögerte. Der vollständige Umzug wurde schließlich vom Team des Bauhofs selbst organisiert und parallel zum laufenden Betrieb durchgeführt.
Innenminister Michael Ebling würdigte das Projekt und erklärte mit Blick auf die Entwicklung des Industriegebietes. Der Zuschuss aus dem Investitionsstock für den Bauhof an diesem Standort sei eine lohnende und wohlüberlegte Investition. Ebling: „Die Stadt macht sich gerade mit großer Dynamik fit für die Zukunft.“
Bedeutung für die Stadtentwicklung
Bürgermeister Steffen Jung betonte bei der Einweihung die Bedeutung des Bauhofs für das tägliche Funktionieren der Stadt. Der Bauhof stehe selten im Rampenlicht, sei aber eines der wichtigsten Rückgrate der Stadt. Mit dem neuen Standort würden moderne Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden geschaffen, die täglich dafür sorgen, dass Alzey funktioniert. Mit dem neuen Standort verfüge der Baubetriebshof nun über moderne und funktionale Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig plant die Stadt, auch künftig weiter in Maschinen, Fahrzeuge und technische Ausstattung zu investieren.