Ein Musiker aus Flonheim stand am Samstagabend auf der großen Bühne: David „Miirtek“ Starosciak trat als Teil des Duos Ragazzki beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2026 an. Mit ihrem Song „Ciao Ragazzki“ wollten sie das Ticket nach Wien lösen – doch für das Superfinale reichte es am Ende nicht.
Trotzdem bleibt der Abend für den Flonheimer ein ganz besonderer. Im Gespräch mit Antenne Bad Kreuznach hat David Starosciak offen über das ESC-Erlebnis gesprochen.
„Wir hatten den Spaß unseres Lebens“
Nach dem Auftritt im „Deutschen Finale 2026“, das am 28. Februar in Berlin-Adlershof stattfand, war für Ragazzki nach der ersten Abstimmungsrunde Schluss. Eine 20-köpfige internationale Jury wählte drei Acts ins Superfinale – Ragazzki gehörten nicht dazu. Am Ende gewann Sarah Engels mit „Fire“.
Doch Enttäuschung klingt bei David Starosciak kaum durch. Im Antenne-Interview sagt er:
„Für mich war das einfach ein mega cooler Abend. Marti und ich hatten den Spaß unseres Lebens. Ich glaube, das hat man auf der Bühne gespürt.“
Egal wie das Ergebnis ausgegangen sei – sie hätten ihr Bestes gegeben. Das Publikum habe die Energie gefühlt. „Besser hätten wir es nicht machen können“, so Starosciak.
Von Italienurlaub zur ESC-Bühne
Die Idee zu Ragazzki entstand laut Starosciak im Italienurlaub. Gemeinsam mit Marti Fischer – bekannt als Musiker und Social-Media-Creator – entwickelte sich die Vision, als Duo aufzutreten. Aus einem lockeren „Ciao ragazzi“ am Flughafen wurde „Ragazzki“ – mit einem Augenzwinkern und einem Verweis auf Starosciaks polnische Wurzeln.
Musikalisch mischen Ragazzki Italo-Disco mit Polska-Pop, kombiniert mit 80er-Synthesizern und modernen Beats. „Das ist Musik für eine große Bühne, für Leute, die hüpfen“, sagt Starosciak im Gespräch mit Antenne Bad Kreuznach. Und welche Bühne sei größer als der ESC?
Flonheim fiebert mit
Besonders stolz ist der Musiker auf die Unterstützung aus seiner Heimat. In Flonheim wurde ein großes Banner am Ortseingang aufgehängt. Freunde organisierten Public Viewings. Selbst Rundmails seien verschickt worden, damit möglichst viele einschalten und abstimmen.
„Das ist nicht selbstverständlich“, betont Starosciak. Seine Eltern waren sogar live in Berlin vor Ort und bekamen während der Show zahlreiche Nachrichten aus der Heimat.
Wie geht es für Ragazzki weiter?
Ein Karriereknick ist das ESC-Aus nicht – im Gegenteil. „Unsere Cloud quirlt über mit neuen Songskizzen“, verrät Starosciak im Interview mit Antenne Bad Kreuznach. Ein neuer Song sei sogar schon fertig. Die nächste Veröffentlichung könnte also nicht lange auf sich warten lassen.
Klar ist: Auch wenn der Traum vom ESC 2026 geplatzt ist, bleiben Ragazzki uns erhalten – mit jeder Menge Energie, guter Laune und neuen Plänen.