Im Finanzausschuss der Stadt Bad Kreuznach ist in dieser Woche unter anderem über die Zukunft eines der Gradierwerke beraten worden. Der Ausschuss fasste mit knapper Mehrheit einen Empfehlungsbeschluss für den Stadtrat, der eine Einkürzung eines Gradierwerks vorsieht.
Bad Kreuznach spart – trifft es jetzt das Gradierwerk?
Nach Angaben von Oberbürgermeister Emanuel Letz gehe es dabei ausdrücklich nicht darum, die Gradierwerke abzuschaffen. Vielmehr sollen sie weiterhin ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt bleiben. „Das soll gefälligst ein Alleinstellungsmerkmal europaweit in Bad Kreuznach bleiben. Es ist eine Identität von Bad Kreuznach“, so Letz.
Die Gradierwerke seien jedoch mit hohen laufenden Unterhaltungskosten verbunden. Angesichts der Haushaltslage müsse die Stadt Möglichkeiten prüfen, Ausgaben zu reduzieren und den Haushalt zu konsolidieren.
Gradierwerk nahe Salinenbad betroffen
Konkret sieht der Vorschlag vor, eines der Gradierwerke zu verkürzen. Dabei handelt es sich um das Gradierwerk in der Nähe des Salinenbads.
Die Maßnahme soll Teil eines umfassenderen Konzepts sein. Geplant ist unter anderem, die Anlage besser zugänglich zu machen, etwa für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Letz: „Also es geht nicht darum, Salinen abzuschaffen, sondern irgendwo in der Unterhaltung Kosten einzusparen.“
Stadtrat entscheidet endgültig
Der Finanzausschuss sprach sich dafür aus, den Vorschlag weiterzuverfolgen. Die endgültige Entscheidung über das Vorhaben trifft der Stadtrat in einer der kommenden Sitzungen. Das Thema dürfte nach Einschätzung von Oberbürgermeister Emanuel Letz in der politischen Diskussion weiterhin für unterschiedliche Meinungen sorgen.