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Fünf Jahre Haft nach Juwelier-Überfall in Bad Kreuznach

Fünf Jahre Haft nach Juwelier-Überfall in Bad Kreuznach
Symbolbild

Im Prozess um den Überfall auf einen Juwelier in Bad Kreuznach ist ein Urteil gefallen. Das Landgericht verurteilte einen 38-jährigen Mann aus Litauen zu fünf Jahren Haft wegen versuchten besonders schweren Raubes.

Kein versuchter Mord nachweisbar

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten versuchten Mord vorgeworfen. Nach Überzeugung der Kammer ließ sich jedoch nicht zweifelsfrei belegen, dass der Mann mit Tötungsabsicht handelte.

Zwar sah das Gericht als erwiesen an, dass bei der Tat ein Schuss fiel. Ob es sich dabei um eine scharfe Waffe handelte und in welche Richtung geschossen wurde, ließ sich nicht sicher klären. Auch eine gezielte Schussabgabe auf den Sicherheitsmann konnte das Gericht nicht eindeutig rekonstruieren.

Tat aus dem Jahr 2013

Der Überfall ereignete sich im August 2013. Laut Anklage betraten drei Männer am Nachmittag ein Juweliergeschäft in Bad Kreuznach. Einer hielt die Tür offen, während zwei Täter in den Verkaufsraum gingen.

Der Angeklagte soll eine geladene Schusswaffe gezogen und den Inhaber aufgefordert haben, sich auf den Boden zu legen. Ein Komplize schlug mit einer Axt die Glasscheibe einer Auslage ein.

Ein bewaffneter Sicherheitsmann griff ein und stellte die Täter. Es kam zu Schüssen, verletzt wurde niemand. Die Täter flüchteten ohne Beute.

Forderungen und Rechtsmittel

Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert. Die Nebenklage, die den Sicherheitsmann vertritt, verlangte 13 Jahre und sechs Monate.

Der Angeklagte und sein Verteidiger erklärten nach dem Urteil Rechtsmittelverzicht. Staatsanwaltschaft und Nebenklage gaben bislang keine Erklärung ab. Das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig.

Prozess über mehrere Wochen

Der Prozess lief vom 17. Dezember 2025 bis zum 26. Februar 2026 und umfasste insgesamt elf Verhandlungstage vor dem Landgericht Bad Kreuznach.

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Paul Calmund arbeitet als Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.
Sein Fokus liegt auf der Berichterstattung über regionale Ereignisse, Polizeimeldungen und lokale Entwicklungen. Dabei legt er großen Wert auf Fakten, Übersichtlichkeit und Leserfreundlichkeit.

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