Wahl-Spezial zur Landtagswahl 2026: Philipp Fernis (FDP)
Im Rahmen des Wahl-Spezials zur Landtagswahl 2026 bei Antenne Bad Kreuznach stellen sich Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen der Region jeweils drei Fragen – und haben dafür genau drei Minuten Zeit. Die Fragen sind für alle gleich, ebenso die Sendezeit.
Diesmal antwortet Philipp Fernis (FDP) aus dem Wahlkreis 17 – Bad Kreuznach. Der Jurist ist in Bad Kreuznach aufgewachsen, lebt heute wieder hier mit seiner Familie und ist seit einem Jahr rheinland-pfälzischer Justizminister.
Wer sind Sie und was treibt Sie politisch an?
Philipp Fernis: Ich bin Jurist, bin hier in Bad Kreuznach aufgewachsen und lebe inzwischen mit meiner Familie wieder hier. Mit meiner Frau und unseren zwei Kindern, einem etwas größeren und einem kleinen Baby. Politik darf ich seit zehn Jahren beruflich machen. Früher im Ministerium der Justiz, dann vier Jahre als Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im rheinland-pfälzischen Landtag und seit einem Jahr als Minister der Justiz.
Mich beschäftigen vor allem Fragen eines starken Rechtsstaats und der inneren Sicherheit. Für mich als Mensch, der dem Liberalismus verpflichtet ist, steht dabei immer die Balance im Mittelpunkt: zwischen Bürgerrechten – Menschen sollen sich frei bewegen können und nicht ständig überwacht werden – und einem Staat, der funktioniert. In Rheinland-Pfalz konnten wir das gut zeigen. Wir haben einen der größten Darknet-Knoten der Welt ausheben können und ein weltweit tätiges Kreditkartenbetrüger-Netzwerk zerschlagen. Und das alles ist gelungen ohne Vorratsdatenspeicherung und ohne Massenüberwachung.
Wir treten auch für ein Bildungssystem an, dass den Schulen mehr Freiraum lässt und individuell auf die Situation vor Ort eingehen kann. Damit jeder aus seinen Anlagen das Beste machen kann.
Frage 2: Wofür steht Ihre Partei in Rheinland-Pfalz?
Die FDP ist die Partei, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wir sind auch für Sicherheit, Ordnung und Gerechtigkeit. Aber immer dann, wenn es in ein Spannungsverhältnis gerät, sind wir diejenigen, die den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Das heißt konkret: Der Staat soll stark sein in seinen Kernaufgaben – etwa bei der inneren Sicherheit oder der Gesundheitsversorgung. Also bei Dingen, um die ich mich als Bürger nicht selbst kümmern kann. Gleichzeitig soll er den Menschen möglichst viel Spielraum lassen. Wir wollen zum Beispiel Bauen erleichtern und Flächenentwicklung ermöglichen. Außerdem sind wir dafür, staatliche Strukturen zu verschlanken und die Verwaltung stärker zu digitalisieren.
Wir treten auch für ein Bildungssystem an, das den Schulen mehr Freiraum lässt und individuell auf die Situation vor Ort eingehen kann. Damit jeder aus seinen Anlagen das Beste machen kann.
Was ist Ihnen für den Wahlkreis 17 besonders wichtig?
Philipp Fernis: Bad Kreuznach ist meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen und meine Kinder wachsen ebenfalls wieder in der Region auf. Deshalb liegt mir die Region besonders am Herzen. Ich sehe hier große Chancen. Der Wahlkreis 17 hat eine wunderbare Mischung aus ländlichem Raum und hoher Lebensqualität – mit Weinbau, Tourismus und einer starken regionalen Identität. Gleichzeitig haben wir eine gute Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet, wenn man es etwas urbaner haben möchte.
Mir ist wichtig, diese Stärken weiter auszubauen. Dazu gehört vor allem die Verkehrsinfrastruktur – also unsere Anbindungen, Brücken und Straßen. In den vergangenen Jahren wurden hier Rekordinvestitionen getätigt. Diese Entwicklung möchte ich fortsetzen, damit die Region stark und gut vernetzt bleibt.
Wahl-Spezial zur Landtagswahl 2026
In unserer Interviewreihe zur Landtagswahl 2026 stellen sich Kandidaten aus der Region jeweils drei Fragen in drei Minuten. Alle Interviews und Videos finden Sie gesammelt in unserem Wahl-Spezial.