In der Wilhelmstraße in Bad Kreuznach sind am Dienstagmittag zahlreiche Blumenkübel neu bepflanzt worden. Die Aktion der Klimagemeinschaft Bad Kreuznach sollte die bislang ungepflegten Kübel gegenüber dem Europaplatz aufwerten und für mehr Grün in der Innenstadt sorgen.
Pflanzaktion in der Wilhelmstraße macht Bad Kreuznach grüner
Insgesamt 28 Kübel wurden im Bereich am Bahnhof gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern bepflanzt. „28 Kübel haben lange darauf gewartet, wieder begrünt und bepflanzt zu werden – und jetzt wird es bunt“, so Helmut Hafemann von der Aktionsgruppe „Mehr Grün in der Stadt“.
Die Initiative ist Teil der Klimagemeinschaft Bad Kreuznach und setzt sich für mehr Begrünung im Stadtgebiet ein.


Antwort auf Hitze in der Stadt
Hintergrund der Aktion ist auch die zunehmende Hitzebelastung in der Innenstadt. „Die Stadt ist sehr heiß im Sommer. Mehr Grün bringt Verdunstungskälte und auch Schatten für Menschen, die hier unter der Hitze leiden“, erklärt Hafemann. Besonders der Bereich rund um den Bahnhof sei ein sogenannter Hitze-Hotspot.
Unterstützung aus Bürgerschaft und Wirtschaft
Die Pflanzen stammen teils aus privaten Gärten, teils aus Spenden des regionalen Gartencenters Rehner. Auch die Stadt unterstützte das Projekt, indem sie die Kübel vorbereitete und mit Erde befüllte.
Unter anderem trocken- und hitzeresistente sowie insektenfreundliche Gewächse wie Bergenien, Gräser, Thymian und verschiedene Sträucher zieren künftig die Innenstadt. Ziel ist eine dichte Bepflanzung, die Feuchtigkeit im Boden hält und gleichzeitig Schatten spendet.

Pflege als Gemeinschaftsaufgabe
Damit die Pflanzen langfristig erhalten bleiben, setzen die Initiatoren auf die Mithilfe der Anwohner und Geschäftsleute. „Wir haben mit Ladenbesitzern gesprochen – viele machen mit und helfen beim Gießen“, erklärte Hafemann. Auch sogenannte Gießpatenschaften sind geplant.
Die Hoffnung: Durch die neue Bepflanzung sollen die Kübel nicht mehr als Müllablage genutzt werden, sondern zu einer kleinen grünen Oase mitten in der Stadt werden.