Nach dem Sturz eines 63-jährigen Mannes in die Nahe bei Bad Sobernheim dauern die Ermittlungen weiter an. Wie das Polizeipräsidium Mainz gegenüber Rhein-Nahe Direkt bestätigte, muss inzwischen davon ausgegangen werden, dass der Mann ertrunken ist. Weitere aktive Suchmaßnahmen seien derzeit nicht geplant.
Unfall bei Arbeiten an einem Wehr
Der Unfall ereignete sich bereits Ende Januar bei Arbeiten an einem Wehr. Nach Angaben der Polizei stürzte der Mann dabei in den Fluss. Vermutlich habe sich seine Kleidung mit Wasser gefüllt, sodass er anschließend ertrank. Eine umfangreiche Suchaktion entlang des Flussverlaufs blieb anschließend ohne Ergebnis.
Intensive Suchmaßnahmen mit Tauchern und Technik
Bereits am Tag des Verschwindens leitete die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Zahlreiche Einsatzkräfte suchten sowohl vom Wasser aus als auch entlang der Uferbereiche. Am Folgetag kamen zudem Taucher zum Einsatz, die das unmittelbare Gebiet absuchten, in dem sich der Mann zuletzt aufgehalten hatte.
An der Suche beteiligten sich zahlreiche Einsatzkräfte aus mehreren Verbandsgemeinden und weiteren Organisationen. Die starke Strömung der Nahe erschwerte jedoch die Maßnahmen erheblich. Ein größeres Gebiet konnte unter Wasser nicht systematisch abgesucht werden. Auch alle Bereiche, in die der Mann möglicherweise abgetrieben worden sein könnte, wurden überprüft – bislang ohne Ergebnis.
Hoher Wasserstand erschwert weitere Maßnahmen
In der vergangenen Woche wurde das Ufer im näheren Umfeld erneut vollständig kontrolliert. Technische Hilfsmittel kamen ebenfalls zum Einsatz. Dennoch gibt es weiterhin keinerlei Hinweise auf den Verbleib des Vermissten.
Die Polizei weist darauf hin, dass der aktuell erhöhte Wasserstand und die dadurch stärkere Fließgeschwindigkeit die Suche zusätzlich erschweren. Es sei möglich, dass der Mann durch die Strömung über Staustufen hinweg weiter abgetrieben wurde als zunächst angenommen.
Weitere aktive Suchmaßnahmen seien derzeit nicht geplant. Die Suche befindet sich laut Polizei auf „Standby“. Man warte nun auf veränderte Witterungsbedingungen, sinkende Pegelstände oder Hinweise aus der Bevölkerung.
Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe
Spaziergänger oder Personen, die sich entlang der Nahe aufhalten, werden gebeten, bei verdächtigen Beobachtungen – etwa beim Auffinden von Kleidungsstücken – umgehend den Polizeinotruf 110 oder die zuständige Dienststelle in Bad Kreuznach zu informieren.