Der Verteilnetzbetreiber Westnetz setzt Maßnahmen zum Artenschutz im Rahmen der behördlichen Vorgaben um und trägt gleichzeitig zur Versorgungssicherheit bei. Als Ersatz für entfernte Storchennester auf Hochspannungsmasten in Bad Kreuznach bereitete das Unternehmen mehrere Pappeln als neue Brutplätze vor.
Neue Nistplätze als Alternative zu Strommasten
Die ausgewählten Bäume wurden gekürzt und mit speziellen Plattformen ausgestattet, um den Störchen stabile und vergrößerte Nistflächen zu bieten. Ziel ist es, den Tieren sichere und naturnahe Brutplätze zur Verfügung zu stellen.
Hintergrund der Maßnahmen
Im Rahmen von Sicherungsmaßnahmen am Stromnetz wurden in der Region Storchennester auf Hochspannungsmasten festgestellt, die eine Gefahr für Tiere und Versorgungssicherheit darstellten. Für deren Entfernung lag eine behördliche Ausnahmegenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz vor. Die Arbeiten erfolgten unter naturschutzfachlicher Begleitung.
Risiken durch Nester auf Strommasten
„Die Nester auf den Strommasten sind ein immer wiederkehrendes Problem. Kommt es durch diese zu Erdschlüssen, entsteht eine mögliche Lebensgefahr für die Störche und ihre Brut. Gleichzeitig können solche Störungen zu Stromausfällen führen, was es uns als Verteilnetzbetreiber schwer macht, eine konstante Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, erklärte Isabel Schulze, Projektingenieurin im Betrieb Hochspannungsfreileitung bei der Westnetz.
Zusammenarbeit für Artenschutz
Die zuständigen Behörden und weiteren Akteure wählten geeignete Standorte aus und statteten sie mit Nisthilfen aus. Die mehrere Meter hohen Pappeln bieten eine natürliche Umgebung und sollen die Rückkehr sowie die Brut der Störche erleichtern.
„Die Herausforderung besteht darin, Versorgungssicherheit und Artenschutz gleichermaßen gerecht zu werden. Mit den neuen Nisthilfen schaffen wir dauerhafte, natürliche Möglichkeiten für die Storchenpopulation“, so Schulze weiter.
Langfristige Perspektive
Die neuen Nisthilfen bieten langfristig sichere und naturnahe Brutplätze. Westnetz hofft, dass diese gut angenommen werden und wird die Entwicklung der Storchenpopulation weiterhin beobachten.