Rund 2.000 Bürger haben sich im Jahr 2026 an den Binger Dreck-weg-Tagen beteiligt. Die Stadt Bingen am Rhein sieht sich durch achtlos weggeworfene Verpackungen sowie illegale Entsorgung von Autoreifen, technischen Geräten und anderem Unrat täglich vor große Herausforderungen gestellt.
Zeichen für Sauberkeit und Umweltschutz
Mit der jährlich stattfindenden Aktion möchte die Stadt gemeinsam mit ihren Bürgern ein Zeichen für ein sauberes Bingen setzen und insbesondere Kinder durch praxisnahe Umweltbildung für den Umweltschutz sensibilisieren.
Große Beteiligung aus Bildungseinrichtungen
„Die Beteiligung ist jedes Jahr überwältigend groß und bestärkt mich darin an den Binger Dreck-weg-Tage weiterhin festzuhalten“, betont Bürgermeister Ulrich Mönch in Vertretung von Oberbürgermeister Thomas Feser.
In diesem Jahr beteiligten sich zwölf Kitas, ein Hort, alle Binger Grundschulen sowie die Rhein-Nahe-Schule und die Berufsbildende Schule Bingen. Bei frischem, aber trockenem Frühlingswetter sammelten die Teilnehmer in allen Stadtteilen mit Handschuhen und Müllsäcken wilden Müll ein.
Besondere Funde sorgen für Aufregung
Die Müllsäcke füllten sich schnell mit Zigarettenkippen, Verpackungen und sogar Handys. Für Aufregung sorgte ein Fund an der Grundschule in Kempten: In einer Hecke wurde eine größere Menge Kleinkaliber-Patronen entdeckt. Diese wurden in Abstimmung mit der Polizei von Lehrkräften eingesammelt und zur sachgerechten Entsorgung übergeben.
Unterstützung durch Servicebetrieb
Das Team der Gartenabteilung des Servicebetriebs Bingen sammelte im Anschluss an die Aktion die gefüllten Müllsäcke an den markierten Stellen ein.
Spenden für Kinderhilfsprojekt
Neben dem Müllsammeln wurde auch ein Kinderhilfsprojekt unterstützt. Für jede teilnehmende Gruppe oder Klasse stellte die Stadt Bingen 25 Euro für das Projekt „Banglakids“ bereit, das Kindern in den Armenvierteln von Dhaka eine Schulbildung ermöglicht.
Weitere Helfer am zweiten Tag im Einsatz
Am Folgetag beteiligten sich Vereine, Initiativen und private Helfer an der Aktion. Aus einigen Bereichen melden die Beteiligten, dass sie weniger Müll als in den Vorjahren finden. In anderen Bereichen, etwa an der Nahe im Bereich Mühe/Drususbrücke, entdecken sie hingegen größere Mengen Abfall, darunter auch Verkehrsschilder.
Dankeschön für alle Teilnehmenden
Im Anschluss an die Aktion erhielten alle Helferinnen und Helfer eine warme Mahlzeit. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte die Teilnehmenden mit Kartoffelsuppe und Kaffee.
Deutlich weniger Müll als im Vorjahr
Die Rückmeldungen über eine geringere Müllmenge wurden durch den Servicebetrieb bestätigt. Während 2017 noch rund 60 Kubikmeter Müll gesammelt wurden und in den Jahren 2019 sowie 2023 etwa 40 Kubikmeter, lag die Menge 2025 bei 80 Kubikmetern. Im Jahr 2026 wurden hingegen nur etwa 24 Kubikmeter Müll eingesammelt. Die Stadt hofft, dass sich dieser positive Trend fortsetzt.