Die Loki-Schmidt-Stiftung kürt die Feldrittersporn zur Blume des Jahres 2026. An der Technischen Hochschule Bingen wird die Pflanze und andere Pflanzenarten im Rahmen eines Forschungsprojekts intensiv untersucht.
Schutz bedrohter Ackerwildkräuter
Die Auszeichnung macht auf den starken Rückgang sogenannter Ackerwildkräuter aufmerksam. Viele dieser Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Gründe dafür sind die intensive Landwirtschaft und auch der Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln.
Erhaltungsäcker sollen Artenvielfalt sichern
Im Projekt „Rückkehr und Schutz von Ackerwildkräutern – Etablierung von Erhaltungsäckern in Rheinland-Pfalz“ dokumentieren Forschende die letzten Bestände und sichern Saatgut. Es sollen in einem weiteren Schritt geeignete Flächen als Erhaltungsäcker genutzt werden. Dies soll dazu führen, dass sich die Pflanzen wieder ansiedelt.
Wichtige Rolle für Insekten und Biodiversität
Nach Angaben der TH Bingen leisten Ackerwildkräuter einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt. Sie dienen vielen Insekten als Nahrungsquelle und teilweise auch als Lebensraum. Saatgut seltener Arten werden zudem in der Saatgutbank des Botanischen Gartens Mainz eingelagert.
Erste Flächen bereits angelegt
Erste Erhaltungsflächen bestehen bereits, unter anderem auf einem Acker im Raum Mainz. Weitere Standorte sollen folgen. Landwirtinnen und Landwirte, die Flächen zur Verfügung stellen möchten, können sich direkt an das Projektteam wenden.
Projekt läuft bis 2027
Das Forschungsprojekt wird über die Aktion Grün des Landes Rheinland-Pfalz gefördert und ist noch bis Ende Februar 2027 angelegt.