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Hauptbahnhof Bingen bekommt Unisex-Toilette

Hauptbahnhof Bingen bekommt Unisex-Toilette
Symbolbild

Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser hat ein Antwortschreiben des Bundesverkehrsministers zum Umbau des Hauptbahnhofs erhalten. Bereits Mitte Dezember 2025 hatte sich Feser bei der DB InfraGO AG über die mangelhafte Planung und das Fehlen einer Toilettenanlage im Bahnhofsneubau beschwert. Um seiner Beschwerde Nachdruck zu verleihen, wandte er sich zugleich an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

Hauptbahnhof Bingen bekommt Unisex-Toilette

In seiner Antwort teilt der Minister mit: „Sie [die DB InfraGO AG] hat mitgeteilt, dass im Rahmen des mehrjährigen Erneuerungsprojekts der Neubau des Empfangsgebäudes mit barrierefreien Sanitäranlagen sowie einen zusätzlichen öffentlich zugänglichen Unisex-WC-Anlage erfolgt.“

Die Stadt Bingen wertet dies als Erfolg! Für Pendlerinnen und Pendler sowie für künftige Gäste.

Hintergrund zur Toilettensituation am Bahnhof

Der Bundesverkehrsminister führt weiter aus, dass grundsätzlich keine Verpflichtung der DB InfraGO AG bestehe, am Standort Bingen Hauptbahnhof Toiletten vorzuhalten. Entsprechende Anlagen würden in der Regel von externen Anbietern wie beispielsweise Sanifair betrieben. Die aktuelle Reisendenzahl liege deutlich unter der wirtschaftlich relevanten Grenze, ab der sich der Betrieb einer Toilettenanlage für Dienstleister wirtschaftlich darstellen lasse. Selbst bei einer Verdopplung der Reisendenzahl würde sich diese Bewertung nicht ändern.

Da die Stadt Bingen jedoch den Bedarf betont habe, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Reisende während ihres Aufenthalts am Bahnhof eine Toilette nutzen können, betreibe die Stadt die derzeit bestehende Toilettenanlage auf Grundlage eines Gestattungsvertrags. Mit dem anstehenden Rückbau des Gebäudes werde diese Anlage entfallen.

Interimslösung und weitere Abstimmungen

Beim Neubau des Bahnhofs habe die DB InfraGO AG zugesagt, erneut eine Toilette vorzusehen. Für die Zeit bis zur Fertigstellung des Neubaus wäre eine Interimslösung, etwa in Form eines Toilettencontainers, erforderlich. Nach Auskunft der DB AG seien der Stadt Angebote bekannter Anbieter ohne Aufschläge weitergeleitet worden. Diese seien jedoch aus Kostengründen von der Stadtverwaltung abgelehnt worden.

Die DB AG habe zugesichert, die finalisierte Entwurfsplanung nach deren Abschluss wie vertraglich vereinbart an die Stadt Bingen zu übermitteln. Der Bundesverkehrsminister äußerte die Hoffnung auf konstruktive weitere Abstimmungen und zeigte sich zuversichtlich, dass gemeinsam praktikable Lösungen gefunden werden.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.
Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.

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