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Landtagswahl 2026: Patric Berges (AfD) im Interview

Landtagswahl 2026: Patric Berges (AfD) im Interview
Quelle: Rhein Nahe Direkt

WAHL-SPEZIAL zur Landtagswahl 2026: Patric Berges (AfD)

Im Rahmen des Wahl-Spezials zur Landtagswahl 2026 bei Antenne Bad Kreuznach stellen sich Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen der Region jeweils drei Fragen – und haben dafür genau drei Minuten Zeit. Die Fragen sind für alle gleich, ebenso die Sendezeit.

Für die AfD im Wahlkreis 30 Bingen tritt Patric Berges an. Im Interview spricht der 43-Jährige über seinen politischen Weg, sein Verständnis konservativer Politik und seine Themen für die Region.

Stellen Sie sich bitte vor: Wer sind Sie?

Patric Berges: Ja, hallo, mein Name ist Patric Berges, ich bin 43 Jahre alt, vertrete den Wahlkreis 30 Bingen, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Eine große Tochter, die meine Frau mitgebracht hat, 26, schon aus dem Haus leider, und dann haben wir noch eine Kleine mit 16, die jetzt gerade noch in der Schule ist. Aber ja, die wird auch noch ihren Weg gehen, da gehe ich fest von aus. Momentan haben wir sehr viel mit der Pubertät zu kämpfen, aber es ist halt wie es ist. Ich meine, das Spiel bleibt gleich, nur die Spiele ändern sich, das ist das Schöne.

Ich bin 2023 zur AfD gekommen, relativ spät, ehrlich gesagt, aufgrund von einem Elternabend von unserer Kurzen. Im Wesentlichen ging es darum, dass die jetzt nur noch 30 Minuten Schulstunden dreisprachig versucht werden abzubilden, was natürlich dem Leistungsstand überhaupt nicht gut tut. Ich hatte dann damals Parteiprogramme gelesen und habe mich dann tatsächlich erschreckenderweise bei sehr vielen konservativen Punkten wiedergefunden, obwohl ich das bei meinem Vater immer belächelt habe. Und ja, bin dann eingetreten.

Seitdem versuche ich wieder, für mehr Vernunft und mehr Bodenständigkeit Konzepte anzupacken mit Sinn und Verstand. Das Thema Energiewende zum Beispiel – da bräuchten wir erst einmal Speicher, wenn wir die denn überhaupt so umsetzen wollen, obwohl sie gescheitert ist. Und so kam eins zum anderen.

Beruflich bin ich in der IT beheimatet, kann man sagen. Ich war 17 Jahre beim öffentlich-rechtlichen Angestellten, beim ZDF. Mittlerweile arbeite ich in gleicher Tätigkeit für die Fraktion im Landtag, was mir sehr viel Spaß macht. Es ist erschreckend, wie schön es ist, wenn man auf einmal mit kompetenten Menschen zusammenarbeitet, die alle wissen, was sie tun. Und es ist auch schön, wenn man jeden Tag was Neues lernt auf der Arbeit. Von daher habe ich das sehr, sehr gern.

Wofür steht die AfD?

Patric Berges: Konservative Werte, eigentlich Sinn und Verstand, wenn Sie mich jetzt so fragen. Das Schöne ist: Ich musste noch nie für keine Rede, für keinen Auftritt irgendwelche Parteiprogramme von uns auswendig lernen. Ich argumentiere immer mit Sinn und Verstand und dann bin ich meistens genau mittig auf dem Parteiprogramm. Das ist immer ganz schön.

Klar, es gibt Fragen, über die man sich streiten kann. Mir hatte man im Bundestagswahlkampf auch mal vorgeworfen, ich würde ja gar nicht die Parteilinie vertreten. Aber ich meine, bei uns darf man auch selbstständig denken und von daher ist das bestimmt auch okay.

Ansonsten fühle ich mich sehr, sehr gut aufgehoben. Wir haben eine tolle Spitze, wir haben sehr, sehr viele Fachkräfte tatsächlich, also bei uns herrscht kein Fachkräftemangel, eher im Gegenteil. Und das schätze ich. Es macht Spaß, jeden Tag aufzustehen. Es macht auch Spaß, sich ehrenamtlich noch für den Kreisverband einzusetzen oder bei irgendwelchen Jugendhilfen. Also, es gibt alles Mögliche, was man machen kann.

Wie wollen Sie den Wahlkreis Bingen vertreten?

Patric Berges: Bingen werde ich wahrscheinlich mit meiner sehr ehrlichen und direkten Art vertreten. Ich bin sehr verbindlich, das heißt: Wenn ich etwas bespreche, werde ich es auch halten.

Ansonsten ist es mir ein großes Anliegen, dass wir anfangen, das Krankenhaus und das Seniorenheim zu retten. Ich hatte jetzt auch schon einige Konzepte erarbeitet, und ja, da können wir gerne mal drauf eingehen. Es geht im Wesentlichen darum, dass wir private oder kirchliche Träger in einem kurzen Format reinholen – und ja, in einer schlanken Verwaltung.

Wahl-Spezial zur Landtagswahl 2026

In unserer Interviewreihe zur Landtagswahl 2026 stellen sich Kandidaten aus der Region jeweils drei Fragen in drei Minuten. Alle Interviews und Videos finden Sie gesammelt in unserem Wahl-Spezial.

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Lena Winterfeld ist Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt und Antenne Bad Kreuznach und schreibt unter anderem für die Bereiche Wirtschaft und Politik.

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