Die Stadt Bingen am Rhein nimmt in tiefer Trauer Abschied von ihrer früheren Oberbürgermeisterin Birgit Collin-Langen. Sie ist am Mittwoch, 1. April, unerwartet verstorben.
„Mit ihr verliert Bingen eine Frau, die diese Stadt wie kaum eine andere geprägt und vorangebracht hat“, so ihr Nachfolger im Amt, Oberbürgermeister Thomas Feser.
Ein Leben für die Stadt Bingen
Die gebürtige Triererin kam 1984 nach Bingen und die Stadt wurde ihr zur Heimat, der sie sich mit großem Engagement widmete.
Nach zwei Jahren im Stadtrat übernahm die Juristin am 1. August 1996 das Amt der Oberbürgermeisterin.
Zuvor war sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Leiterin des CDU-Stadtverbandes.
Sie war damit die erste Frau in Rheinland-Pfalz in diesem Amt.
Zugleich war sie das erste Binger Stadtoberhaupt, das eine Urwahl für sich entscheiden konnte.
Erfahrung aus der Landespolitik
Zuvor hatte Birgit Collin-Langen Stationen im Wirtschaftsministerium, in der Staatskanzlei und bei der rheinland-pfälzischen Investitions- und Strukturbank durchlaufen. Dieses Wissen und ihr Netzwerk brachte sie in den Dienst ihrer Wahlheimat ein.
Prägende Projekte ihrer Amtszeit
Ihre Amtszeit war geprägt von dem Ziel, Bingen zukunftsfähig zu gestalten. „Die Landesgartenschau 2008 – eines der bedeutendsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte der Stadt – wäre ohne ihr beharrliches Engagement undenkbar gewesen. Ebenso haben wir ihr die Sanierung des Richtberggeländes, verbunden mit der Ansiedlung eines großen Logistikers, zu verdanken. Auch die Ausweisung der Gewerbegebiete Bingen Ost und Sponsheim/Grolsheim gehört zu ihrem Schaffen. Ebenso die aktive Ansiedlungspolitik und die Schaffung von Arbeitsplätzen“, erinnert Oberbürgermeister Thomas Feser.
Auch die Neugestaltung des Bürgermeister-Neff-Platzes fällt in ihre Amtszeit.
Hinzu kommen die Eröffnung des Museums am Strom und die Entwicklung des Stadtleitbildes.
Auch der Bau des Regionalbades in Gau-Algesheim gemeinsam mit der Stadt Ingelheim gehört dazu.
Engagement über die Stadt hinaus
Über die Stadtgrenzen hinaus engagierte sich Birgit Collin-Langen als Landesvorsitzende der Frauen-Union Rheinland-Pfalz und als stellvertretende Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Rheinhessen-Pfalz. 2010 war sie Mitglied der 14. Bundesversammlung und wirkte an der Wahl des Bundespräsidenten mit.