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TH Bingen schafft mithilfe des Landesprogramms HAW-direkt neue G

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Minister Clemens Hoch (links) unter der fachkundigen Anleitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Herbert Baaser (2.v.l.) am Wasserstoff-Prüfstand in Aktion. Quelle: Markus Dittrich / TH Bingen

Die Technische Hochschule Bingen hat mithilfe des Landesprogramms HAW-direkt neue Geräte und Komponenten für ihre Forschung angeschafft. Dafür stellte das Land Rheinland-Pfalz insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung. Wissenschaftsminister Clemens Hoch informierte sich am Donnerstag (5. Februar 2026) vor Ort über die neuen Möglichkeiten, die sich daraus für Forschung und Entwicklung ergeben.

Besuch von Wissenschaftsminister Clemens Hoch

Auf dem Büdesheimer Campus zeigten Forschende der TH Bingen in ihren Laboren, wie die neuen Geräte eingesetzt werden. Die Anschaffungen unterstützen Projekte in den Bereichen Wasserstofftechnologien und Biotechnologie. Nach Angaben des Ministeriums sollen damit die Forschungskompetenzen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften gezielt gestärkt werden.

„Mit den geförderten Projekten leistet die Technische Hochschule Bingen einen wichtigen Beitrag in den gesellschaftlich und technisch relevanten Feldern Wasserstofftechnologien und Biotechnologie. Die Forschungskompetenzen der HAW in diesen zukunftsträchtigen Bereichen spielen eine immer wichtigere Rolle für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Rheinland-Pfalz insgesamt – deshalb wollen wir diese weiter ausbauen und nachhaltig stärken“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

TH Bingen schafft mithilfe des Landesprogramms HAW-direkt neue Geräte an

Wie der Wissenschaftsminister erklärt, verfolgt die Landesregierung mit dem Förderproramm „HAW-direkt“ eine, auf vorhandene Stärken setzende, zukunftsorientierte Forschungsförderung. 2025 ging dabei rund eine Million Euro an die Hochschulen für angewandte Wissenschaften für die Ausstattung von Forschungsprojekten.

Das Förderprogramm richtete sich gezielt an die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz. Die Hochschulen konnten eine Förderung zur Beschaffung von Geräten beantragen, die in Projekten eingesetzt werden, die einen Beitrag zu den Kompetenzfeldern Gesundheit, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit leisten.

Wasserstoffforschung in der Modellfabrik

Ein Schwerpunkt lag auf der Binger Modellfabrik, in der technische Verfahren zunächst im kleinen Maßstab erprobt werden. Durch ein neues Modul kann die Anlage nun auch für Versuche zur Nutzung von Wasserstoff eingesetzt werden. Unter anderem wird dort untersucht, wie CO₂ aus Luft oder wasserstoffhaltigen Stoffströmen abgeschieden werden kann.

Prüfstand für extreme Belastungen

Am Wasserstoff-Prüfstand erforscht die TH Bingen das Verhalten von Dichtungen unter sehr hohem Druck. Dabei werden Materialproben Belastungen von bis zu 1.000 bar ausgesetzt. Ziel ist es, Erkenntnisse über geeignete Werkstoffe für den sicheren Einsatz von Wasserstoff zu gewinnen.

Biotechnologie und Künstliche Intelligenz

Im Bereich der Biotechnologie ermöglicht eine neue CO₂-Steuereinheit die Untersuchung lebender Zellen unter stabilen Bedingungen. „Das ist zum Beispiel in einem Projekt zur Wundheilung relevant“, so Prof. Dr. Kerstin Troidl. Ergänzt wird dies durch eine KI-Workstation im Labor, mit der große Mengen an Bilddaten automatisiert ausgewertet werden können. Dadurch lassen sich Zellprozesse über längere Zeiträume analysieren.

Einblick in Forschung und Studium

Die TH Bingen setzt auf praxisnahe Forschung mit direktem Bezug zur Industrie. Interessierte können sich am 17. April 2026 beim Infotag und der anschließenden Nacht der Wissenschaft über Studienangebote und aktuelle Forschungsprojekte informieren.

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Max Wischermann ist Redakteur bei Rhein Nahe Direkt.
Er konzentriert sich auf aktuelle Nachrichten aus der Rhein-Nahe-Region, insbesondere auf Einsätze der Polizei, Sicherheitsberichte und relevante gesellschaftliche Themen.

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