Der Landkreis Birkenfeld kann für das Jahr 2026 wieder regulär wirtschaften. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier hat den Haushalt genehmigt. Damit endet die Phase der vorläufigen Haushaltsführung.
Trotz Defizit genehmigt
Der Kreistag hatte den Haushalt bereits am 1. Dezember 2025 beschlossen. Obwohl im Ergebnishaushalt ein Fehlbetrag von 23 Millionen Euro eingeplant ist, verzichtete die Aufsichtsbehörde auf eine Beanstandung. Sie erkannte an, dass der Landkreis Einsparungen vorgenommen und seine Aufgaben überprüft hat.
Kreisumlage erhöht
Als wichtigen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung wertete die ADD die Anhebung der Kreisumlage von 43,7 auf 44,3 Prozent. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass sowohl bei der Kreisumlage als auch bei freiwilligen Leistungen weiterhin geprüft werden sollte, wie sich die finanzielle Lage verbessern lässt.
Investitionen größtenteils möglich
Von den geplanten Investitionskrediten genehmigte die ADD rund 5,8 Millionen Euro. Für einen kleineren Teil der beantragten Kredite gab es zunächst keine Genehmigung. Sollte der Landkreis diese Mittel doch benötigen, kann eine Nachgenehmigung beantragt werden.
Landrat sieht eingeschlagenen Weg bestätigt
Landrat Miroslaw Kowalski bewertet die Entscheidung als Bestätigung des gemeinsamen Vorgehens von Verwaltung und Kreistag. Ziel sei es gewesen, den Haushalt frühzeitig zu verabschieden, das Defizit zu verringern und wichtige Investitionen rechtzeitig anzugehen. Zugleich machte er deutlich, dass der Landkreis weiterhin auf Unterstützung von Bund und Land angewiesen ist.