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„Region der Lebensretter“: Landkreis Birkenfeld sucht ehrenamtliche Ersthelfer

„Region der Lebensretter“: Landkreis Birkenfeld sucht ehrenamtliche Ersthelfer
Quelle: Axel Munsteiner/Kreisverwaltung Birkenfeld

Der Nationalparklandkreis Birkenfeld ist jetzt Teil der Initiative Region der Lebensretter. Ziel ist es, qualifizierte ehrenamtliche Ersthelfer zu gewinnen, die bei einem Herz-Kreislaufstillstand schnell helfen können, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft.

Schnelle Hilfe rettet Leben

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand zählt jede Minute. Bundesweit überlebt derzeit nur etwa jeder zehnte Betroffene einen solchen Notfall außerhalb eines Krankenhauses. Ein Hauptgrund: Der Rettungsdienst benötigt im Durchschnitt rund acht Minuten bis zum Einsatzort.

Die „Region der Lebensretter“ setzt genau hier an. Laut dem ehrenamtlichen Koordinator Dr. Dirk Nauheimer erreicht der erste qualifizierte Ersthelfer den Einsatzort im Schnitt bereits nach 3 Minuten und 14 Sekunden. Rund 60 Prozent der Alarme würden von registrierten Helfern angenommen. Dadurch könnten sich die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich erhöhen.

Ausgeklügeltes Alarmsystem

Bei einem gemeldeten Herz-Kreislaufstillstand oder einer Bewusstlosigkeit alarmiert das System möglichst vier qualifizierte Ersthelfer in der Nähe des Einsatzortes. Zwei übernehmen idealerweise die Reanimation, ein weiterer holt einen Defibrillator und ein vierter weist den Rettungsdienst ein. Entscheidend ist dabei immer die sofortige Reanimation.

Gerade im Landkreis Birkenfeld profitieren die Einsatzkräfte davon, dass durch die Bittmann-Stiftung bereits viele Gemeinden und Vereine mit Defibrillatoren ausgestattet wurden. Auch der Landkreis selbst plant, in diesem Jahr weitere Geräte an Schulen und Sporthallen zu installieren.

App jetzt freigeschaltet

Nach intensiver Vorbereitung und Klärung versicherungsrechtlicher Fragen wurde die App „Region der Lebensretter“ nun auch im Landkreis Birkenfeld freigeschaltet. Miroslaw Kowalski ruft insbesondere medizinische Fachkräfte wie Ärztinnen und Ärzte, Rettungs- und Pflegepersonal sowie Feuerwehrleute, THW-Helfer und First Responder mit regelmäßig aufgefrischter Erste-Hilfe-Ausbildung zur Registrierung auf.

Einheitliche Lösung im Raum Trier

Im Raum Trier sind bereits über 1.100 qualifizierte Ersthelfer registriert. Durch die einheitliche Nutzung der App im gesamten Rettungsdienstbereich Trier können diese Helfer auch im Nationalparklandkreis Birkenfeld alarmiert werden, wenn sie sich in räumlicher Nähe zum Einsatzort befinden.

Die Registrierung ist online möglich. Dabei sollte die Gesamtregion Trier ausgewählt werden.

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Geraldine Werner arbeitet als Redakteurin bei Rhein Nahe Direkt.
Sie deckt ein breites Spektrum an regionalen Nachrichten ab, von kommunalen Themen bis hin zu gesellschaftlichen Ereignissen. Ihr Ziel ist es, Leserinnen und Leser zuverlässig und verständlich zu informieren.

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